November, 2023
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Santasaurus Rex – Eine Weihnachtsgeschichte in 24 Teilen
Santasaurus Rex ist eine Weihnachtsgeschichte in 24 kurzen Kapiteln und handelt, wie der Name schon verraten mag, von Dinosauriern. Sie ist die Fortsetzung der Geschichte aus dem letzten Jahr (Die Dinos und das Boo), kann aber auch für sich allein gelesen werden.
Beide Geschichten enstanden in enger Zusammenarbeit mit der wundervollen Illustratorin Phelorena, die du auf Bluesky und Instagram finden kannst.
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15
Die Dinos und das Boo
01 Das Boo
02 Ist es immer noch so kalt?
03 Der Ernst der Lage
04 Das Feuer
05 Groß und schwer
06 Der Aufbruch
07 Schneesturm
08 Säuger
09 Der Jäger
10 Spinosaurus
11 Der Seeigel
12 Neue Freunde
13 Eine Begegnung mit dem Feuer
14 Von Angesicht zu Angesicht
15 Ein neuer Plan muss her
16 Der Feuerberg
17 Stegosaurus
18 Im Krater
19 Tempo machen
20 TriceraCops
21 Wegbegleiter
22 Nahrungssuche
23 Resignation
24 Die Rückkehr
25 Futter
26 Alles wird gut
Die Dinos und das Boo 26 – Alles wird gut
Teil 26 – Alles wird gut
Der TriceraCop stürmte in die Höhle. »Wer kuschelt mich warm?« Im Innern riss er die Augen auf und blieb vor einem anderen Triceratops stehen. »Walter? Bist du das?« Walter nickte. »Bruder!«
Während sie sich in die Arme fielen, verdunkelte sich der Eingang der Höhle. Ein riesiger Dinosaurier kam herein. »Entschuldigung.« Seine Stimme klang zittrig. »Ich habe gehört, dass ihr ein Herz für Außenseiter habt und niemanden um die Zeit vor die Tür setzt?«
Das Boo flatterte heran. »Komm rein. Für dich finden wir auch einen Platz.« Es sah sich den Neuen genau an. »Warum bist du ein Außenseiter?«
»Ich …« Er schluckte schwer. »Ich bin anders. Wenn ich Schluckauf habe, spucke ich Feuer.«
Zur Demonstration erhitzte er mit seiner Flamme einen Stein, der zu glühen begann. Das Boo war begeistert. »Jetzt wird alles gut.«
Der Herde in der Höhle fiel ein Stein vom Herzen. Vor Freude stimmten sie gemeinsam ein Lied an und sangen die ganze Nacht hindurch bis zum nächsten Morgen.
Die Dinos und das Boo 25 – Futter
Tag 25 – Futter
Die kleinen Säuger lächelten Langhals an, bevor sie an ihm vorbei flitzten. Sie sahen sich in der großen Höhle um und schnupperten an jeder Ecke. Sie begannen zu graben, drangen tief in dicke Lehmschichten der Wände ein und jubelten schließlich auf. Eine große Menge dicker Knollen kullerten in die Höhle.
»Die kann man essen. Sie schmecken wundervoll.«
Langhals schluckte schwer. Er wusste nicht, was er sagen sollte. Während sich immer mehr Knollen ansammelten, wurde ihm bewusst, dass die kleinen Säuger ihnen gerade das Leben gerettet hatten. »ich danke euch. Ich habe euch falsch eingeschätzt. Das tut mir wirklich leid und ich bitte euch um Verzeihung.«
»Schon vergessen, Großer.« Die Säuger unterbrachen ihre Arbeit nur kurz, dann kullerten weitere Knollen aus ihren frisch gegrabenen Gängen.«
Langhals winkte alle Tier, die in der Höhle Schutz gesucht hatten, zu sich. »Gegen die Kälte rücken wir einfach näher zusammen. Wir halten uns gegenseitig warm.«
Die Dinos und das Boo 24 – Die Rückkehr
Tag 24 – Die Rückkehr
Wie an jedem Tag hielt Langhals für einen Moment den Kopf aus der Höhle und sah sich um. Er versuchte Spuren der kleinen Dinogruppe zu finden. Bisher hatte er nie Glück gehabt, doch heute entdeckte er sie endlich am Horizont.
»Sie kommen. Sie sind endlich zurück. Jetzt wird alles wieder gut. Wir werden genug Futter haben und nicht mehr frieren zu müssen.« Er sah in das Innere der Höhle und versuchte, den anderen Dinosauriern mit seinem Blick Hoffnung zu machen.
»Da seid ihr endlich.« Langhals sah von einem kleinen Dino zum nächsten. »Wo ist das Feuer? Wo habt ihr das Futter versteckt?«
Das Boo begann zu weinen. »Wir haben es nicht geschafft. Wir waren so nah dran, haben aber alles verloren.«
»Vielleicht können wir euch bei einem eurer Problem helfen.« Unter den Decken der Abenteurer flitzten die kleinen, haarigen Tiere hervor, die sich ihnen schon vor einiger Zeit angeschlossen hatten.
»Sind das etwa … Säuger? Igitt!« Langhals sprang erschrocken zur Seite.
Die Dinos und das Boo 23 – Resignation
Tag 23 – Resignation
Minutenlang standen sie nun im Kreis und starrten auf den nassen Baum am Boden, der noch vor wenigen gebrannt und Feuer behütet hatte. Keiner der Dinos wagte, etwas zu sagen. Dafür waren sie viel zu fertig und enttäuscht. Das Boo fand als erstes seine Sprache wieder.
»Jetzt haben wir alles verloren. Es ist vorbei. Wir haben kein Feuer gegen die Kälte und keine Nahrung gegen den Hunger. Der Winter hat bereits gegen uns gewonnen. Wir können nicht noch einmal zum Feuerberg zurück. Uns läuft die Zeit davon.«
»Wir kriegen das irgendwie hin. Uns wird etwas anderes einfallen.« Big T sah das Boo mit großen Augen an und nickte immer wieder aufmunternd. »Wir werden uns etwas Neues einfallen lassen.«
Das Boo reagierte nicht auf ihn. Es breitete seine Flügel aus und flog ohne ein weiteres Wort in Richtung Höhle. Es musste der Herde die traurige Nachricht überbringen. Die anderen Dinos folgten ihm zu Fuß. Ein beschwerlicher Heimweg stand ihnen bevor.
Die Dinos und das Boo 22 – Nahrungssuche
Tag 22 – Nahrungssuche
Sie erreichten schnell die Küste. Wo normalerweise sanfte bis große Wellen über das Ufer schwappten, lag nun eine dicke, von Schnee bedeckte Eisschicht. Die Insel lag direkt vor der zusammengewürfelten Gruppe. Sie war komplett von grünen Pflanzen überwuchert. Sie schien mitten in einer warmen Meeresströmung zu liegen.
»Wenn wir dort leben würden, könnte uns der Winter nichts mehr anhaben. Dann hätten wir Wärme und Futter im Überfluss. Die großen Dinos der Herde würden allerdings den Weg hierher nicht überleben.«
Onkel Edward war der erste, der seine Füße auf das Eis setzte. Das Meer und seine Küste waren sein Zuhause. Deswegen machte es ihm auch keine Angst.
Schritt für Schritt ging der Spinosaurus weiter. »Seht ihr? Geht ganz einfach. Wir besorgen Futter und machen uns auf den Heimweg. Wir werden den Winter überleben.«
Plötzlich krachte es unter Onkel Edward. Das Eis riss und brach. Der Dino versank im Wasser. Das Feuer auf seinem Rücken erlosch in den Fluten.
Die Dinos und das Boo 21 – Wegbegleiter
Tag 21 – Wegbegleiter
Das Boo, Big T, Triple, Shorty und Onkel Edward hatten es geschafft, das Feuer zu bändigen. Das hatte ihnen einen so großen Motivationsschub gegeben, dass sie überzeugt waren, alles schaffen zu können. Sie würden genug Nahrung für den Winter finden und sie mitsamt dem Feuer zur Höhle bringen. Sie wussten nur noch nicht genau, wo sie Futter finden sollten.
»Wartet auf mich! Reist nicht ohne mich weiter. Wir können uns doch bestimmt gegenseitig helfen.« Der TriceraCop kam mit schnellen, donnernden Schritten auf sie zugelaufen. »Ich möchte Teil eurer Gruppe werden. Ich habe Angst, dass ich den Winter allein nicht überlebe. Dafür kann ich euch zeigen, wo es genug Futter gibt. Im großen Wasser gibt es eine Insel, die nah am Ufer liegt. Wir sollten sie über das dicke Eis einfach erreichen können.« Der TriceraCop machte große Augen und sah bittend in die Runde.
»Wenn du jetzt noch ein Tränchen vergießt, wird das hier filmreif.« Das Boo lachte. »Komm mit uns, Großer.«
Die Dinos und das Boo 20 – TriceraCops
Tag 20 – TriceraCops
»Was ist denn passiert? Hattest du einen Unfall?«
Die restliche Dinosauriergruppe hatte mittlerweile aufgeschlossen und sah nun den gernervten Onkel Edward neben den TriceraCop stehen.
»Es ist alles in Ordnung. Ich war nur viel zu schnell unterwegs. Deswegen bin ich geblitzt worden.«
Der TriceraCop zeigte mit seinem Stift auf den brennenden Baum. »Ist die Ladung überhaupt richtig gegen unkontrolliertes Verrutschen gesichert? Dieses Gestell sieht sehr klapprig aus. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es eine Zulassung hat. Darf ich mal die allgemeine Betriebserlaubnis sehen?«
Das Boo kam herbei geflogen und setzte sich auf Edwards Nase. »Wir haben es eilig. Kannst du nicht ein Auge zudrücken? Wie oft kommt hier jemand vorbei, der hätte gefährdet werden können?«
»Noch nie.«
»Wir bringen Feuer und Futter in die Schutzhöhle unserer Herde. Wenn wir uns nicht beeilen, wird niemand von uns den Winter überleben. Bitte.«
Der TriceraCop seufzte und nickte. »Geht einfach weiter.«
Die Dinos und das Boo 19 – Tempo machen
Tag 19 – Tempo machen
»Verdammt! Ist das heiß!«
Das Feuer machte Onkel Edward Angst. Er konnte die Hitze nicht spüren, sich aber sehr gut an sie erinnern. Das machte ihm Angst.
»Wir müssen uns beeilen. Ich weiß nicht, wie lange ich das aushalte. Ich will nicht, dass mich das Feuer verbrennt.«
Der Spinosaurus ließ den Rest der Gruppe weit hinter sich, so schnell lief er vom Berg herab.
Plötzlich fuhr ein Blitz vom Himmel. »Halt! Stehenbleiben!«
Erschrocken hielt Edward inne. »Wie? Was?«
Aus einer Baumgruppe trat ein Dino mit drei Hörnern hervor. Auf seiner Brust prangte eine goldene Marke, die sofort für Respekt sorgte. »Da war wohl jemand viel zu schnell unterwegs.«
Edward seufzte. »War ja klar, dass mich einer von den TriceraCops erwischt.«
»Auf diesem Berg gilt ein Tempolimit. Die Gefahr eines Unfalls ist einfach zu groß. Das gibt ein saftiges Ticket.« Er holte einen Block aus der Tasche und begann zu schreiben. »Wo soll es denn hingehen?«
»Wir retten unsere Herde vor dem Winter.«