August, 2023

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243. McSkull macht Pläne

McSkull macht Pläne

Das alte Skelett McSkull freute sich auf das Halloweenfest. Er hatte es sich in einer lauen Altweibersommernacht auf seiner Veranda gemütlich gemacht und schrieb in Schein einer Kerze an seinen Plänen.
Da flatterte eine Motte herbei und setzte sich auf McSkulls knochige Hand.
„Hallo, kleiner Totenkopfschwärmer. Die mag ich ja besonders gern.“
In diesem Moment wurde ein ganzer Schwarm vom Licht angelockt und besetzten das Skelett komplett.
„Also so toll finde ich es h dann doch nicht.“

(c) 2023, Marco Wittler

242. McSkull hat keine Angst

McSkull hat keine Angst

McSkull, das alte Skelett legte seine Hand auf die Türklinke und kicherte leise in sich hinein.
„Gleich werde ich dieses Haus betreten und darin Angst und Schrecken verbreiten.“
McSkull öffnete die Tür, trat über die Schwelle und begann zu schreien. Vor ihm stand diese Horrorfigur mit der Hockeymaske.
Das Skelett ergriff die Flucht. Er hing an seinem Tod.
„Hey, Mann!“, rief ihm der Eishockeytorwart hinterher. „So schrecklich sehe ich auch nicht aus.“ und schloss die Tür der Eishalle.

(c) 2023, Marco Wittler

241. McSkull verbreitet Angst und Schrecken

McSkull war begeistert. Das alte Skelett, dass ein ganzes Jahr versteckt geblieben war, hatte nur auf die Halloweennacht gewartet. Es wurde Zeit, Menschen zu erschrecken und keine Angst davor haben, als echtes Geschöpf der Nacht erkannt zu werden. Vielleicht konnte er sogar die eine oder andere Süßigkeit erbeuten.
McSkull verließ das Haus und landete mit dem Schädel in einem Spinnennetz.
„Igittigitt! Eine Spinne!“ Panisch rannte er zurück ins Haus und versteckte sich unter dem Sofa.

(c) 2023, Marco Wittler

240. McSkull trifft sie alle

McSkull trifft sie alle

McSkull blickte auf den Kalender. Halloween stand da in großen, rot leuchtenden Buchstaben, die wie Blut vom Papier zu fließen schienen. „Das muss ich den anderen sagen.“
Das Skelett stürmte raus und stolperte über den Kürbis, den er hier aufgestellt hatte.
McSkull fiel. Seine Knochen verteilten sich auf dem Boden. Der Schädel polterte unkontrolliert die Treppe hinaub und warf seine zehn Freunde um.
„Verdammt!“, ärgerte sich McSkull. „Ich wäre zu Lebzeiten ein echt guter Bowlingspieler gewesen.“

(c) 2023, Marco Wittler

239. Der Vampir

Der Vampir

„Ich präsentiere den gefährlichsten Räuber der Welt.“, schallte es durch die dunkle Halle.
„Gleich seht ihr das Wesen, das von Jeder fürchtet wie das Weihwasser vom Teufel.“
Die Scheinwerfer richteten sich auf einen zentralen Punkt aus.
„Es ist der Vampir!“
Der Vorhang fiel. Lange Zähne blitzten im Licht auf.
„Ist gut jetzt, Freddie. Nimm die falschen Zähne aus dem Mund und häng dich zu den anderen an die Decke. Jetzt ist Winterschlaf.“
Freddie Fledermaus seufzte. Er wollte nicht chlafen.“

(c) 2023, Marco Wittler

238. Gewitter

Gewitter

Wenn Blitze aus dem Himmel zucken
und Wolken kräftig Regen spucken,
wenn Tiere sich vor Schreck wegducken
und Kinder aus den Fenstern gucken,
Wenn auf der Heide sich die Schnucken
unter einer Hecke ducken,
dann fallen dem Dichter keine Reime mehr ein,
drum hört er auf und geht jetzt heim.

(c) 2023, Marco Wittler

237. Wilhelm fällt durch

Wilhelm fällt durch

Wilhelm war bereit für die erste Geisterschulprüfung. Er sollte nicht nur auf dem Wind, sondern auf einem gefährlichen Wesen reiten.
Er griff in den Beutel des Prüfers, zog sein Los: Werwolf.
Wilhelm grinste, nickte und ging vor die Tür. Sekunden später raste er auf einem rosa Tier mit langen Zähnen am Fenster vorbei. Lautes Geheule drang an die Ohren des Prüfers.
„Durchgefallen!“, sagte dieser sauer. „Und nehmt ihm das kostümierte Schwein ab. Das ist nicht so gefährlich, wie ein Wolf.“

(c) 2023, Marco Wittler

236. Wilhelm hat da eine Frage

Wilhelm hat da eine Frage

Wilhelm war aufgeregt. Heute sollten die Kreaturen der Nacht die Geisterschule besuchen. Werwölfe, Mumien, Zombies, Monster und mehr betraten gerade die große Eingangshalle.
Zielstrebig ging Wilhelm auf jemanden in einem langen Umhang zu, der gerade seine langen Zähne aufblitzen ließ.
„Ich bin Wilhelm von der Ghost Times.“ Er hielt dem Blutsauger ein Mikrofon unter die Nase.
„Haha. Interview mit einem Vampir. Das hat noch keiner mit mir versucht.“ Er ergriff genervt die Flucht.

(c) 2023, Marco Wittler

235. Wilhelm ist mucksmäuschenstill

Wilhelm ist mucksmäuschenstill

Wilhelm blickte auf den großen Kalender, der in der Eingangshalle der Geisterschule hing. Heute fanden die Prüfungen der älteren Jahrgänge statt. Es wurde um unbedingte Stille gebeten.
„Perfekt!“ Wilhelm setzte sich seine Kopfhörer auf. „So wird niemand meine Musik hören und ich störe niemanden.“
Dann spazierte er durch die alten Gemäuer und begann, laut zu singen.
„All I ever wanted, All I ever needed, is here in my arms …“
Depeche Mode waren einfach die beste Band für eine stille Zeit.

(c) 2023, Marco Wittler

234. Wilhelm schleicht sich an

Wilhelm schleicht sich an

Wilhelm war besonders aufmerksam. Den Unterricht in der Geisterschule leitete ein Ureinwohner aus Amerika, der ihnen lautloses Schleichen beibrachte.
„Wer will uns das jetzt demonstrieren? Wer kommt nach vorn?“
Wilhelm sprang auf, stolperte, stieß sich das Knie an seinem Tisch und trat auf einen am Boden liegenden Bleistift, der laut knackend in mehrere Teile zerbrach. Der Geist stürzte der Länge nach auf den Boden.
„Das ist ausbaufähig.“, kommentierte der Kursleiter kopfschütttelnd.

(c) 2023, Marco Wittler