November, 2023

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Die Dinos und das Boo 18 – Im Krater

Tag 18 – Im Krater

»Da ist das Feuer.« Die Dinos sahen ehrfürchtig in das Innere des Feuerbergs, in dem es brodelte und immer wieder Gasblasen zerplatzten. Onkel Edward nahm einen Baum aus dem Gepäck und ließ ihn mit einer Liane langsam hinab gleiten.
»Wir sollten hier so wenig Zeit wie möglich verbringen. Es ist gefährlich. Wir entzünden den Baum verschwinden wieder von hier.«
Es dauerte nur Sekunden, bis die ersten Äste brannten. Mit einem Gestell aus weiteren dicken Ästen befestigten sie nun das Feuer auf dem Rücken des großen Spinosaurus, der sofort ein ungutes Gefühl bekam. Die Erinnerungen an sein erstes Zusammentreffen mit dem Feuer waren noch immer präsent.
»Lasst uns aufbrechen. Man wird uns in der Höhle sehnsüchtig erwarten. Wir müssen auch noch eine Nahrungsquelle finden, damit wir uns füt die nächsten Monate versorgen können.«
Das Boo hatte sich den Weg gut eingeprägt und führte die kleine Gruppe an. Edward folgte ihm, während die anderen die Nachhut bildeten.

Die Dinos und das Boo 17 – Stegosaurus

Tag 17 – Stegosaurus

Der Stegosaurus kam näher. »Was seid ihr denn für ein armseliger Haufen? Schaut euch doch mal an. In alte Lumpen habt ihr euch gehüllt. Ihr habt null Ahnung, was hip ist. Schaut euch doch mal meine Rückenplatten an. Karo-Look. Das trägt man heute so. Ich würde mir auch einen Bart wachsen lassen, wenn da nicht immer der ganze Milchschaum drin hängen bleiben würde. Man kann nicht alles haben.« Er wandte sich theatralisch ab. »Ich glaube, ich brauche jetzt einen Latte Macchiato gegen diesen Kulturschock.«
»Wir müssen zum Berg hinauf.« Das Boo wagte sich zögerlich vor. Dieser Dinosaurier hatte ihm mit seinem seltsamen Verhalten gehörig Respekt eingeflößt. »Wir wollen das Feuer bändigen und mit uns nehmen. Lässt du uns bitte passieren?«
Der Stegosaurus stöhnte genervt. »Was hätte ich denn davon, wenn ich meine wertvolle Zeit mit euch verschwenden würde. Ich habe wichtige Dinge zu erledigen. Nun geht schon.«
Das Boo nickte seinen Gefährten zu. Es konnte weitergehen.

Die Dinos und das Boo 16 – Der Feuerberg

Tag 16 – Der Feuerberg

Nach mehreren Tagen und Nächten stand die wild zusammengewürfelte Gruppe am Fuß des Feuerbergs. An seinem Gipfel konnte man rotes Licht glimmen sehen.
»Gehen wir rauf?« Das Boo sah entschlossen seine Gefährten an, denen die Angst in die Gesichter geschrieben stand. Nach und nach schluckten sie alle schwer und nickten. Zuerst Shorty, dann Big T und Triple.
»Dann ist es beschlossene Sache.« Onkel Edward ging voran. Nach wenigen Minuten trat ihnen aber ein großer Stegosaurus in den Weg. Seine Rückenplatten sahen sehr gefährlich aus.
»Oh nein.« Onkel Edward schüttelte den Kopf und seufzte. »Der hat uns gerade noch gefehlt. Ich kann diese Hipster mit ihrem Rückenschmuck nicht leiden. Die fühlen sich immer als was Besseres. Wahrscheinlich wärmt er gerade seine Hände an einem Kaffee, den er hier anbaut.«
»Das ist eine unverschämte Unterstellung. Ich habe keinen Kaffee.« Der Stegosaurus ging auf die anderen Dinos zu. »Ich hab ihn schon ausgetrunken.«

Die Dinos und das Boo 15 – Ein neuer Plan muss her

Tag 15 – Ein neuer Plan muss her

Das Boo blickte den Spinosaurus mit großen Augen an. »Das Feuer lebt gar nicht? Aber wie sollen wir es denn dann bitten, mit in unsere Höhle zu kommen? Es kann uns nicht von allein begleiten.« Es schniefte und wischte sich eine Träne aus dem Auge. »Dann ist unsere ganze Mission völlig umsonst? Wir werden ohne Wärme und Nahrung zurückkehren?«
Onkel Edward lachte. »Nein. Wir werden das Feuer finden und mit nach Hause bringen. Wir brauchen nur etwas Brennbares. Ein großes Stück Holz sollte dafür reichen.«
Der Spinosaurus sah sich um, ging auf zwei große Nadelbäume zu und fällte sie mit einem Hieb seines mächtigen Schwanzes. »Die nehmen wir mit. Dann klappt das auch mit dem Feuer. Der eine wird das Feuer während unserer Reise aufrecht erhalten, der zweite kommt mit in die Höhle.«
Das Boo nickte. »Das ist eine gute Idee. So werden wir es machen. Wir bauen aus dem Baum eine Feuerfalle. Darin werden wir es gefangenhalten, bis wir zurück sind.«

Die Dinos und das Boo 14 – Von Angesicht zu Angesicht

Tag 14 – Von Angesicht zu Angesicht

Edward war schockiert. Dieses Feuer war anscheinend brandgefährlich. »Was willst du von mir? Willst du mich fressen?« Das Feuer gab keine Antwort.
Edward kroch weiter zum Kraterrand hinauf, rutschte aber immer wieder ab.
»Lass mich los, du Monster.« Doch das Feuer regte sich gar nicht. Es lag wie ein heißer, glühender See in der Tiefe.
Edward beruhigte und setzte sich. Er musste sich erholen, um sich aus dem Krater befreien zu können.
»Bist du ein Teil der Sonne oder ein gefallener Stern? Bist du vielleicht verletzt oder musst du dich vor jemandem verstecken?« Das Feuer gab keine Antwort.
Vorsichtig kroch Edward näher. Immer wieder sprach er es an, warf Steine hinein und stach mit einem Stock hinein. Es gab keine Reaktion. »Du trägst wohl kein Leben in dir.« Nun wirkte das Feuer nicht mehr so bösartig. Gefährlich blieb es trotzdem.
Edward kletterte aus dem Feuerberg und verschwand von diesem Ort.

Die Dinos und das Boo 13 – Eine Begegnung mit dem Feuer

Tag 13 – Eine Begegnung mit dem Feuer

Vor vielen Jahren war Edward noch ein junger, neugieriger Spinosaurus. Er hatte viele Wanderungen unternommen, so manch Abenteuer erlebt und gegen viele große Gegner gekämpft.
Eines Tages war er auf einen hohen, leuchtenden Berg gestiegen und war überwältigt von der Aussicht, die in jeder Richtung bis zu den Enden der Welt ging. Doch das war nichts gegen das warme, rötliche Licht, das aus dem Inneren des Berges hinauf schwappte.
»Bei allem, was mir heilig ist.« Ehrfürchtig stieg Edward langsam in den Krater hinab. »Ist das eine zweite, abgestürzte Sonne oder ein gefallener Stern?«
Edward ging immer näher und rutschte plötzlich auf lockerem Geröll ab. Er versuchte, seine Krallen in den Boden zu schlagen, konnte sich aber erst halten, als sein Schwanz im der heißen Glut hing. Er schrie und kroch in Panik aus dem Krater.
»Das muss das mystische Feuer sein, von dem alle immer reden.«

Die Dinos und das Boo 12 – Neue Freunde

Tag 12 – Neue Freunde

Die Reise ging weiter. Das Zusammentreffen mit den kleinen Säugern hatte sich als großer Glücksfall entpuppt. Im Gegensatz zu den Dinosauriern, waren sie Warmblüter. Sie hatten es sich unter den Decken gemütlich gemacht und konnten so ihre Wärme mit ihren neuen Freunden teilen. Dafür genossen sie den Schutz der Gruppe. Onkel Edward war nämlich so riesig, dass sich kein gefährlicher Räuber in ihre Nähe wagte. Selbst der kleine Seeigel, der sich in dessen Fuß befunden hatte, war in einem Beutel Wasser untergebracht worden und freute sich schon, eines Tages das Meer wiedersehen zu können.
»Hast du dir eigentlich Gedanken gemacht, wie du das Feuer nach Hause bringen möchtest?« Der Spinosaurus Edward sah das Boo neugierig an.
»Ähm, nein. Ich dachte mir, wir fragen es einfach, ob es uns begleiten möchte. Ich hoffe, dass es freundlich zu uns ist und Mitleid haben wird.«
Edward lachte. »Das Feuer ist kein Wesen, du kannst es nicht bitten.«
Und dann begann er zu erzählen.

Die Dinos und das Boo 11 – Der Seeigel

Tag 11 – Der Seeigel

Die kleinen Säuger trauten dem Braten nicht. Sie hatten gehört, dass ein Spinosaurus verschlagen und hinterhältig sei. Ein Edward machte da bestimmt keine Ausnahme. Er war bestimmt noch viel, viel schlimmer.
Der riesige Edward hatte sich mit einem großen Plumpser gesetzt und streckte Big T seinen schmerzenden Fuß hin. Dort steckte tatsächlich ein Seeigel. Die Wunde hatte sich sogar schon entzündet und war knallrot.
»Ich werde ihn entfernen.« Big T formte sich zwei feste Schneebälle, um damit den Seeigel zu entfernen, doch der setzte sich zur Wehr.
»Lässt du wohl die Finger von mir? Mein Meer ist bei der Kälte eingefroren und ich weiß nicht wohin. Wenn ich in diesem Fuß stecken bleibe, bringt mich der Große im Frühling bestimmt wieder zum Wasser.«
Edward schrie, dass gleich mehrere Bäume vor Schreck umstürzten. »Mach endlich das fiese Ding raus.«
Big T steckte die Schneebälle auf den Seeigel und zog ihn ab. »Du bleibst bei uns. Wir finden schon einen Platz für dich.«

Die Dinos und das Boo 10 – Spinosaurus

Tag 10 – Spinosaurus

Laut donnerndes Brüllen war zu hören. Das Echoc verstärkte es noch auch allen Richtungen. Es klang, als würde eine Armee auf die kleinen Dinos und Säuger zukommen. Der Boden erzitterte unter jedem Schritt. Der Jäger musste gewaltig sein.
Im nahen Wald knickten Bäume wie Grashalme um. Dann stand er da, riss sein riesiges Maul auf und brüllte erneut, dass es in den Ohren schmerzte. Von seinen langen, scharfen Zähnen tropften der Hunger und die Gier herab. Was da vor den viel kleineren Tieren stand, war ein mächtiger, fünfzehn Meter hoher Spinosaurus.
Big T legte den Kopf schräg. In seinem Kopf ratterten viele kleinen Zahnräder. »Moment mal!« Er grinste. »Onkel Edward? Was machst du denn hier? Warum jagst du die kleinen Tierchen?«
Erdward blieb stehen, sah seinen Neffen überrascht an. »Ich jage doch gar nicht. Ich habe mir beim letzten Tauchgang einen Seeigel eingetreten. Du kannst dir nicht vorstellen, wie das schmerzt. Aber niemand hilft mir.«

Die Dinos und das Boo 09 – Der Jäger

Tag 9 – Der Angriff

»Nein!« der Shorty, der kleine Langhals drehte sich immer wieder im Kreis. Er versuchte, die kleinen, pelzigen Biester mit seinem langen Hals und dem langen Schwanz außer Reichweite zu kicken. Aber die Säuger waren schneller wieder da, als gucken konnte.
»An mir ist gar nichts dran. Ich bin abgemagert und dürr. Schnappt euch lieber jemand anderen.« Verzweifelt versuchte Shorty sich tiefer in den Schnee zu legen.«
Plötzlich saßen sie auf ihm drauf. Auch Triple, Big T und das Boo hatten sie erwischt. Die Dinos ahnten Schlimmes. Sie spürten, dass sie den Abend nicht mehr erleben würden.
Und dann geschah … nichts. Keiner der Säuger biss zu oder grub seine scharfen Krallen in die Schuppenhaut der Dinos.
»Könnt ihr uns helfen?« Boo vernahm ein kleines, vor Verzweiflung zitterndes Stimmchen. »Wir werden verfolgt. Ein riesiger Räuber will uns fressen. Wir wissen nicht, wo wir uns verstecken können.«
Nur Sekunden später brach der Jäger aus dem nahen Wald heraus.