Licht

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582. Die Höllenkatze

Ein Schrei gellte durch die Straßen der Stadt. Die Menschen, die eben noch gemütlich durch die Straßen flanierten, drehten sich panisch um und traten die Flucht an.
An der Kreuzung war ein Wesen aufgetaucht, das direkt aus der Höhle gekommen sein musste. Eine Katze so schwarz ie die Nacht mit leuchtend roten Augen.
Sie setzte sich gemütlich hin, kicherte leise.
„Ich liebe mein neues Leuchthalsband. Das versetzt die Menschen an Halloween immer in Angst und Schrecken.

(c) 2025, Marco Wittler

551. Den Tod zu Gast

TRIGGER WARNUNG / CONTENT NOTE:
Bitte lies meine Geschichten einmal selbst, bevor du sie deinen Kindern vorliest. Sie sind zu Halloween etwas gruseliger, auch wenn sie lustig enden. Bitte bewerte vorher, ob dein Kind die Geschichten bereits versteht, damit umgehen kann und sich nicht zu sehr gruselt.

Den Tod zu Gast

Der alte Leuchtturmwärter trat durch die schwere Eisentür. Es war kurz nach Sonnenuntergang, Zeit für das Leuchtfeuer.
Noch bevor er den ersten Fuß auf die Treppe setzen konnte, polterte es in der Turmspitze. Schnell spurtete der Alte nach oben.
»Was geht hier vor?«
Sein Mitbewohner, der Zombie Paul, zuckte erschrocken zusammen und verlor seinen Kopf, während er den Schädel eines Skeletts in der Hand hielt.
»Waren wir zu laut? Ich spiele mit dem Sensenmann Bowling.«

(c) 2024, Marco Wittler

188. Sternenfest

Sternenfest

Im Nachthimmel wurde gefeiert. Kleine und große Sterne tanzten umher. Sie hielten sich an den Händen, sangen und wirbelten im Kreis.
Doch plötzlich stolperte einer von ihnen, geriet ins Trudeln und stürzte der nichtsahnenden Erde entgegen. Als er in die Atmosphäre eindrang, begann er zu glühen und zog einen langen Schweif hinter sich her.
„Wow, ist das schön.“ Die anderen Sterne waren begeistert und ließen sich ebenfalls fallen. Gemeinsam erzeugten sie einen riesigen Sternschnuppenregen.

(c) 2023, Marco Wittler

176. Licht

Licht

„Wir haben es fast geschafft. Ich kann schon den Leuchtturm an der Küste sehen. Dieser Sturm wird uns nicht in die Knie zwingen, uns nicht am Meeresgrund vergraben.“
Der Matrose im Ausguck war sich seiner Sache sicher und hab der Mannschaft ein Gefühl der Hoffnung.
Doch dann schluckte er. Er hatte sich täuschen lassen und einen Fehler gemacht.
Wütend nahm der Matrose einen seiner Schuhe und warf ihn aufs Deck. „Mach dein Handy aus. Das Licht irritiert mich.“
Er suchte erneut nach dem Leuchtturm.

(c) 2023, Marco Wittler

172. Koffein

Koffein

Paul verließ den Baumarkt. Das Zwielicht blendete ihn.
Er stolperte er über die eigenen Füße. Sein voller Kaffeebecher flog in hohem Bogen davon.
Der Himmel sog den Kaffee gierig auf, die Wolken rissen aus.
„Das hab ich jetzt gebraucht.“, seufzte die Sonne wohlig.

(c) 2023, Marco Wittler

163. Captain Decimus Duck sieht nichts

Captain Decimus Duck sieht nichts

„Captain Duck, so sehen wir uns wieder.“
Decimus Duck erkannte seinen Erzfeind sofort an der Stimme und lachte grimmig.
„Admiral Goose, ich muss euch enttäuschen.“
Dem Admiral der gegnerischen Raumflotte stockte der Atem. Damit hatte er nicht gerechnet.
„Wir sehen uns nicht wieder, denn ich trage eine Augenbinde gegen das Licht des Sternenmeers.“ Der Captain drehte sich und zog die Decke über den Kopf.
„Und jetzt halten sie die Klappe, ich will endlich schlafen. Doofe Gemeinschaftsquartiere.“

(c) 2023, Marco Wittler

126. Nachtlicht

Nachtlicht

Hanna stand am Fenster, hatte die Schreibtischlampe ganz nah an die Glasscheibe gerückt und schaltete immer wieder das Licht an und aus. Im Sekundentakt ließ sie helle Strahlen in die Nacht hinaus.
„Was machst du da?“
Mama, die das seltsame Treiben vom Hausflur aus durch die geöffnete Tür gesehen hatte, wunderte sich.
„Ich bin ein Leuchtturm.“ Die Antwort war für Hanna völlig selbstverständlich. „Ich zeige den Fledermäusen den Weg, damit sie in der Dunkelheit nicht gegen unser Haus fliegen.“

(c) 2023, Marco Wittler

116. Lynchturm V

Lynchturm V

Der alte Leuchtturmwärter wurde aus dem Schlaf gerissen. In der Lampenkammer war etwas krachend auf den Boden gefallen.
„Was geht denn da vor sich?“
Er hastete die Treppe hinauf und blieb erschrocken stehen. Vor ihm stand eine Person, deren Kopf am buchstäblich seidenen Faden zur Seite herabhing.
„Paul!“ Er herrschte den eingeschüchterten Zombie in der Ecke an, der seit kurzem sein Mitbewohner war. „Wenn du den tollpatschigen, fast kopflosen Nick einlädst, sag mir wenigstens vorher Bescheid.“

(c) 2023, Marco Wittler

115. Lynchturm IV

Lynchturm IV

Der alte Leuchtturmwärter betrat die Küche, blickte zur Decke und nickte zufrieden.
Er stieg die schmale Treppe zur Leuchte hinauf. Auch hier war sein Plan aufgegangen. Überall hingen unzählige Leichen von der Decke. Er hatte sie alle überlistet und hingerichtet. Endlich war er die lästigen Qualgeister los.
Der Leuchtturmwärter stieg auf einen Hocker, nahm die klebrigen Fliegenfänger ab und warf sie mitsamt den Insekten in den Müll.
„Nachtlicht kann auch Nachteile haben. Jetzt nicht mehr.“

(c) 2023, Marco Wittler

111. Leuchtturm der Angst

Leuchtturm der Angst

Der alte Leuchtturmwärter saß noch spät in der Nacht in seinem Liegestuhl auf dem Deich und genoss den einsamen Blick auf das unendliche Sternenmeer.
Ein heller Stern löste vom Firmament, stürzte der Erde entgegen, zog einen langen Schweif hinter sich her und verblasste.
Fast zeitgleich begann der Boden unter den Füßen des Wärters zu beben. Schnell stand er auf und legte die Hand auf die Wand des Leuchtturms.
„Keine Angst, Kumpel. Das war nur eine Sternschnuppe. Du musst nicht zittern.“

(c) 2023, Marco Wittler