Kinder
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005. Winterwunderland
Nach dem Aufstehen lief Flori zum Fenster war sichtlich begeistert.
„Dass ich das noch erleben darf.“
Er blickte auf die weiße Landschaft vor seinem Haus.
„Es hat geschneit. Das ist so wunderschön.“
Er ließ sich nicht lange aufhalten, kletterte durch das Fenster und sprang in die weißen Massen.
„Es gibt noch etwas Schöneres: Schnee, der zuckersüß ist.“, sagte er schmatzend.
„Schatz!“, reif eine erschrockene Frau. „Da ist eine Fliege in meinem Eisbecher versunken. Mach die sofort weg!“
(c) 2026, Marco Wittler
003. Kornkreise
Paul nahm das Getreidefeld genauestens unter die Lupe. Der Kreis platt gedrückter Halme war der Beweis, den er so lange gesucht hatte.
„Ich habe es die ganze Zeit gewusst. Es gibt sie wirklich. Aliens sind heute Nacht mit ihrem Raumschiff hier gelandet und haben eindeutige Spuren hinterlassen. Lacht ihr jetzt immer noch über mich?“
Er blickte seinen Freund an, der sich das Lachen nicht verkneifen konnte.
„Ähm, Paul. Ich hab dort gerade unser Zelt abgebaut. Wir haben hier übernachtet.“
(c) 2026, Marco Wittler
002. Alpaka Albert lässt tief blicken
Noch vor dem Sonnenaufgang verließ Alpaka Albert den Stall. In der luftigen Höhe der Berge fröstelte es ihn, dank seines dichten, lockigen Fells nur wenig.
Er griff zum Fernglas, blickte ins Tal hinab und stöhnte genervt.
„Ich hab es schon im vorderen rechten Huf gespürt. Da sind Touristen auf dem Weg zu uns.“
Er weckte die Anderen. „Es wird Zeit zu gehen. Macht die Windbeutel bereit.“
Kurz darauf standen zwanzig Alpaka auf dem Berg, hielten geöffnete Taschen in den Wind und segelten davon.
(c) 2026, Marco Wittler
001. Alpaka Albert feiert rein
Alpaka Albert feiert rein
Alpaka Albert blickte zur Uhr hinauf und zählte die letzten Sekunden des Jahres herunter.
»Drei, zwei, eins, null. Frohes neues Jahr.«
Er griff zum Glas, stieß mit den WG Kumpels an, als es draußen laut knallte.
Albert verdrehte die Augen, öffnete das Fenster und spuckte im hohen Bogen nach draußen.
Auf der Straße erlosch ein Feuerzeug und ließ sich nicht mehr entzünden.
»Und jetzt ist Ruhe hier.« Albert lachte. »Wenn du Krach machen willst, friss Bohnen und furz mit deinen Leuten um die Wette.«
(c) 2026, Marco Wittler
583. Das Auge
Halloween. Paula und Emily hatten sich entschlossen, den Abend als Vampirladys in einer Kneipe zu verbringen.
„Pst!“ Paula tippte ihrer Freundin auf die Schulter, während diese nach ihrem Cocktail griff. „Der Typ da drüben hat ein Auge auf dich geworfen.“
Emily drehte sich um, entdeckte den Mann im Zombiekostüm und blickte auf ihr Glas. „Ich weiß.“ Sie stöhnte genervt und fischte das aus aus ihrem Getränk. „Verdammte Untote! Keinen Anstand mehr am verwesten Leib.“
(c) 2025, Marco Wittler
582. Die Höllenkatze
Ein Schrei gellte durch die Straßen der Stadt. Die Menschen, die eben noch gemütlich durch die Straßen flanierten, drehten sich panisch um und traten die Flucht an.
An der Kreuzung war ein Wesen aufgetaucht, das direkt aus der Höhle gekommen sein musste. Eine Katze so schwarz ie die Nacht mit leuchtend roten Augen.
Sie setzte sich gemütlich hin, kicherte leise.
„Ich liebe mein neues Leuchthalsband. Das versetzt die Menschen an Halloween immer in Angst und Schrecken.
(c) 2025, Marco Wittler
Tilda Glitzerstern – Kapitel 3 – Santa Claus erinnert sich
Kapitel 3 – Santa Claus erinnert sich
Die allgemeine Unruhe in der Schulaula der Weihnachtswichtel legte sich, nachdem Santa Claus einen Zeigefinger vor die Lippen gelegt und um Stille gebeten hatte. „Es ist alles gut ausgegangen, meine lieben Freunde. Schaut mich an. Ich bin hier. ich bin Santa Claus und bald ist Weihnachten. Ich werde euch meine Geschichte erzählen. Sie hat ein Happy End. Versprochen. Also greift zu Weihnachtskeksen und Kakao. Es wird ein wenig länger dauern.“
Er nahm in einem großen Ohrensessel Platz, der immer für ihn reserviert war, nahm ebenfalls einen großen Schluck aus seiner Tasse und begann, aus seiner Jugend zu erzählen. „Wisst ihr, ich war nicht immer Santa Claus. Alle einhundert Jahre geben wir unsere wichtige Aufgabe an die nächste Generation weiter. Ein ganz besonderer Wichtel wird auserwählt, der neue Santa Claus zu werden. Dass ich es einmal werden sollte, daran hätte ich im Leben niemals gedacht. Ich wollte es sogar ablehnen.“
Tilda Glitzerstern erschrak. Alle hundert Jahre wurde ein Wichtel auserwählt, um den Posten des Chefs zu übernehmen? Sie bekam Angst. Irgendwas lief hier völlig falsch. „Moment, Moment, Moment. Ich glaube, ich habe da auch noch ein Wörtchen mitzureden. Ich will nicht Santa Claus werden. Kommt gar nicht in die Tüte. Du kannst deine Überraschung für dich behalten.“
Santa lachte und schüttelte den Kopf. „Du hast mich missverstanden, Tilda Glitzerstern. Ich muss dich um Verzeihung bitten, wenn ich diesen Eindruck bei dir hinterlassen habe. Meine einhundert Jahre sind noch lange nicht vorbei. Ich möchte dir lediglich erzählen, warum wir uns so ähnlich sind.“
Der kleine Claus hatte lange überlegt, ob er der Zeremonie wirklich beiwohnen sollte. Dieses Weihnachten ging ihm schon lange auf die Nerven. So viele Jahre hatte er sich in der Schule und später in den Werkstätten am Nordpol viel Mühe gegeben, um Santa Claus glücklich zu machen und um der beste Weihnachtswichtel aller Zeiten zu werden. Er hatte auf das größte Geschenk aller Zeiten gehofft. Doch so sehr er sich auch angestrengt hatte, er bekam stets ein ähnlich besonderes Geschenk, wie alle anderen Wichtel auch, egal wie fleißig oder faul sie im letzten Jahr gewesen waren.
Der kleine Claus hatte es unfair gefunden. irgendwann hatte er aufgehört fleißig zu sein und gab nur noch Widerworte. Er hatte das Weihnachtsfest zu hassen gelernt.
„Doch eines Tages hatte ich mit meinem Vorgänger ein ganz langes Gespräch. Er nahm mich mit auf seine Reise am Weihnachtsabend und hat mir in den Wohnzimmern der Welt die Augen geöffnet. Am Tag danach wurde ich selbst zu Santa Claus.“
“Du willst mich wirklich mitnehmen?“ Das Wichtelmädchen bekam glänzende Augen.
“Nein, meine liebe Tilda Glitzerstern. Für dich habe ich etwas ganz anderes im Sinn. Ich bin mir sicher, dass es dir gefallen wird.“
(c) 2024, Marco Wittler
Captain Ulli Grunz im Reich des Todes – Kapitel 31 – Endgame
TRIGGER WARNUNG / CONTENT NOTE:
Bitte lies meine Geschichten einmal selbst, bevor du sie deinen Kindern vorliest. Sie sind zu Halloween etwas gruseliger, auch wenn sie lustig enden. Bitte bewerte vorher, ob dein Kind die Geschichten bereits versteht, damit umgehen kann und sich nicht zu sehr gruselt.
Kapitel 31 – Endgame
Captain Ulli Grunz schrie. Ein weiteres Mal riss er die Augen auf. Doch dieses Mal lag er in seinem Bett. Er war zurück an Bord seines Raumschiffs ENTERSCHWEIN, zurück in seiner Kabine.
Der Captain richtete sich auf. Er war schweißgebadet. Das Kopfkissen war nass.
»Es war ein Traum, nur ein ganz schlechter, mieser Alptraum. Ich bin nicht in der Hölle. Der Hokus Pokus ist endlich vorbei.«
Er stand auf, wollte sich in der Dusche abbrausen, da fiel sein Blick auf den Schreibtisch in der Mitte des Raums. Dort lag etwas, ein dünnes Heft. Ulli Grunz griff danach. Auf der ersten Seite stand in großen Buchstaben das Wort ABITUR.
»Das war alles echt. Ich war tatsächlich in der Hölle. Aber ich habe mein Abitur nachgeholt.«
Ihm kullerte eine Träne die Wange herunter. »Ich habe es tatsächlich geschafft.«
Eine knöcherne Hand legte sich auf die Schulter des Captains. »Herzlichen Glückwunsch, Ulli Grunz. Der Tod grinste breit, bevor er sich ein letztes Mal in Luft auflöste.
(c) 2024, Marco Wittler
Captain Ulli Grunz im Reich des Todes – Kapitel 30 – Endgegner
TRIGGER WARNUNG / CONTENT NOTE:
Bitte lies meine Geschichten einmal selbst, bevor du sie deinen Kindern vorliest. Sie sind zu Halloween etwas gruseliger, auch wenn sie lustig enden. Bitte bewerte vorher, ob dein Kind die Geschichten bereits versteht, damit umgehen kann und sich nicht zu sehr gruselt.
Kapitel 30 – Endgegner
Ulli Grunz erwachte. War das etwa alles nur ein Traum gewesen? Hatte es die Jagd durch die Hölle nie gegeben? War der Tod etwa nicht real? Nein. Das konnte nicht sein. Er lag nicht in seinem Bett, sondern saß auf einem Stuhl.
Der Captain riss die Augen auf, blickte sich panisch um. Er saß wieder im Klassenraum der Volkshochschule. Am Pult vor ihm hatte der Tod Platz genommen und grinste hämisch.
»Willkommen zurück, Ulli Grunz. Am Ende habe ich doch noch gewonnen. Jetzt holst du dein Abitur nach. Du bleibst so lange hier sitzen, bis zu fertig bist. Ich werde die ganze Zeit ein Auge auf dich haben.«
»Aber … aber … Können wir die Sache nicht noch einmal verhandeln? Da muss es doch einen Ausweg, ein Schlupfloch für mich geben. Gib mir bitte noch eine allerletzte Chance.«
Der Sprach sprang auf, griff nach seiner Sense und schlug damit auf sein Pult. Er teilte es in zwei Hälften.
»Jetzt ist Schluss mit Lustig. Ich verspeise dich zum Nachtisch. Schreib dein Abitur.«
(c) 2024, Marco Wittler
577. Die Halloween Meisterschaften: Der Dämon
TRIGGER WARNUNG / CONTENT NOTE:
Bitte lies meine Geschichten einmal selbst, bevor du sie deinen Kindern vorliest. Sie sind zu Halloween etwas gruseliger, auch wenn sie lustig enden. Bitte bewerte vorher, ob dein Kind die Geschichten bereits versteht, damit umgehen kann und sich nicht zu sehr gruselt.
Die Halloween Meisterschaften: Der Dämon
Aus den tiefsten Tiefen der Hölle machte sich ein grausames Wesen auf den Weg zur Oberfläche. Es öffnete einen lodernden Riss und entstieg dem Boden.
Der Dämon war der letzte Teilnehmer der Halloween Meisterschaften. Auch er rechnete fest mit dem Pokal.
Er blickte sich um. Wo waren die anderen Geschöpfe der Nacht? Er sollte sie doch erschrecken. Niemand da.
»Verdammt!« Der Dämon ärgerte sich. Den weiten Weg hatte er umsonst gemacht.
»Dann gehe ich eben zurück und schlafe die Nacht durch.«
(c) 2024, Marco Wittler