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Captain Ulli Grunz im Reich des Todes – Kapitel 7 – Auf der Flucht
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Bitte lies meine Geschichten einmal selbst, bevor du sie deinen Kindern vorliest. Sie sind zu Halloween etwas gruseliger, auch wenn sie lustig enden. Bitte bewerte vorher, ob dein Kind die Geschichten bereits versteht, damit umgehen kann und sich nicht zu sehr gruselt.
Kapitel 7 – Auf der Flucht
Captain Ulli Grunz rannte um sein Leben. Er empfand seine eigenen Gedanken als seltsam. Laut den Worten des Todes war er bereits verschieden. Er gab sich immer noch der Hoffnung hin, den Weg zurück auf sein Raumschiff ENTERSCHWEIN zu finden.
Ulli ließ das Schulgelände hinter sich. Ein genaues Ziel hatte er nicht. Je weniger er über eine Richtung nachdachte, desto schlechter würde der Tod ihm folgen können.
Er erreichte den Stadtrand. So klein hatte er seine Heimat gar nicht mehr in Erinnerung. »Egal. Rein da.«
Der Captain lief vorbei an Bäumen, die dick wie Gasometer waren und so hoch wie Wolkenkratzer, bis er sich vor einer undurchdringlichen Wand aus stacheligen Kakteen wiederfand. »Schnell zurück. Ich muss einen anderen Weg finden.«
Aber es war bereits zu spät. Die Kakteen hatten ihn eingeschlossen. Er war gefangen.
»So schnell sehen wir uns wieder.« Der Tod durchdrang die grüne Wand, als wären sie ein Vorhang. »Ich muss ein ernstes Wörtchen mit dir reden, Ulli Grunz.«
(c) 2024, Marco Wittler
Captain Ulli Grunz im Reich des Todes – Kapitel 6 – Ich bin ich und wer bist du?
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Ich bin ich und wer bist du?
Ulli Grunz landete wenige Meter weiter und drei Etagen tiefer auf dem Schulhof. Über sich hörte er die wütende Stimme des Todes.
»Ich brauche schnell ein Versteck oder eine Tarnung, damit ich aus diesem Alptraum herauskomme.«
Er sah sich um. Am anderen Ende des Hofes stand ein großes Gebäude. »Natürlich. Die Aula. Im Fundus der Theater AG werde ich bestimmt ein passendes Kostüm finden.«
Der Captain lief los. Die Tür war nicht verschlossen. In der Eingangshalle nach links, den Gang runter und durch die letzte Tür.
Der Tod war ihm dicht auf den Fersen. Es hatte keine Minute gedauert, bis er das Versteck gefunden hatte. Doch statt des flüchtigen Ebers stand er dem Tod gegenüber.
»Ich habe alles durchsucht. Ulli Grunz ist nicht hier.«
Der Tod nickte und lief zurück auf den Gang. Nach ein paar Meter blieb er stehen. »Moment mal. Ich bin der Tod. Mich gibt es kein zweites Mal.«
Er machte kehrt, doch Ulli war bereits durch ein Fenster entkommen.
(c) 2024, Marco Wittler
Captain Ulli Grunz im Reich des Todes – Kapitel 5 – Auf und davon
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Auf und davon
Nebelschwaden drangen durch Türen und Fenster herein. Sie hüllten Uli Grunz volltändig ein. Nicht einmal seine eigene Nasenspitze war noch zu erkennen.
»Was geschieht mit mir?«
Einen Augenblick später war der Nebel verschwunden. Ulli saß, gekleidet in einen albernen Matrosenanzug, mitten in einem Klassenraum.
»Mist. Jetzt muss ich meine hoch peinliche Schulzeit erneut durchmachen. Das überlebe ich nicht.«
Schon erklang die Stimme des Todes in seinem Kopf. »Du irrst dich, Captain. Du gehörst nicht mehr zu den Lebenden. Das ist dein ganz persönliches Jenseits.«
Ulli Grunz stöhnte. »Ich muss hier dringend raus.«
Er beugte sich unter den Tisch und griff zur Schultasche. »Wenn der Tod meine Schule eins zu eins kopiert hat, dann bin ich schneller hier raus, als er Friedhof sagen kann.«
Er holte ein Fläschchen mit Seifenlauge aus der Tasche und blies kräftig in den Ring, der sich im Deckel befand. Eine riesige Blase entstand, mit deren Hilfe der Eber aus dem Fenster verschwand.
(c) 2024, Marco Wittler
Captain Ulli Grunz im Reich des Todes – Kapitel 4 – Du hast noch viel zu lernen
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Kapitel 4 – Du hast noch viel zu lernen
Kurz war in Ulli Grunz Hoffnung aufgeflammt. Offensichtlich hatte der Tod seinen nächsten Kunden an Bord des Raumschiffs ENTERSCHWEIN in Empfang nehmen sollen. Leider war er einen Schritt zu langsam gewesen.
Der Tod drehte sich wieder um. »Du!« Er stürmte auf den Captain zu. »Du hast mich abgelenkt. Jetzt ist er mir entwischt. Dafür wirst du in der Hölle schmoren. Das …« Er holte noch einmal seine Liste hervor. »Das wirst du mir büßen, Ulli Grunz.«
Ein Lachen kroch aus seiner Kehle, das selbst den Teufel in Angst und Schrecken versetzt hätte. Er griff nach Ullis Arm. Einen Augenblick später verschwanden sie aus der Kabine und fanden sich in einem kühlen, weißen Flur wieder.
»Wo sind wir hier?« Ulli blickte sich zitternd um.
»Das ist die Volkshochschule Schweinfurt. Hier hast du vergeblich versucht, dein Abitur nachzuholen.«
Der Captain riss panisch die Augen. »Nein. Nein! NEIN! Alles nur das nicht.«
»Willkommen in deiner Ewigkeit, Ulli Grunz.«
(c) 2024, Marco Wittler
Captain Ulli Grunz im Reich des Todes – Kapitel 3 – Ungebetener Besuch
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Ungebetener Besuch
»Hä? Was?«
Captain Ulli Grunz zog die Stirn in Falten. »Ich bin nicht Scott Schimpanse.« Er straffte sich, zog sich seine Uniform wieder glatt. »Kann es sein, dass du gerade einen fatalen Fehler machst und mich verwechselst?« Vorsichtig streifte er die knöchernen Hände des Tods von seinen Schultern ab.
In der Kapuze des schwarzen Umhangs kam ein nackter Knochenschädel zum Vorschein.
»Kann nicht sein. Ich gehe ganz sorgfältig nach meiner Liste vor.«
Der Tod kramte einen Zettel aus seiner Tasche. »Hier, schau selbst. Captain Scott Schimpanse und Morgen ist dann Ulli Grunz an der Reihe.«
»Ich bin aber nicht dieser komische Affe, ich bin Ull …« Der Captain hielt inne. Fast hätte er sich verraten.
Ein Licht tauchte hinter den Beiden auf. Jemand beamte sich in den Raum. Ein Schimpanse im Raumanzug erschien.
Der Tod fuhr herum. »Du!« Er hatte seinen Fehler erkannt und sprang Scott Schimpanse entgegen, der panisch auf eine Fernbedienung drückte und wieder verschwand.
(c) 2024, Marco Wittler
Captain Ulli Grunz im Reich des Todes – Kapitel 2 – Überlebende
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Kapitel 2 – Überlebende
Captain Ulli Grunz sprang aus seinem Sessel, umrundete ihn und kauerte sich auf den Boden. Vielleicht, so hoffte er, hatte der Tod ein besonders schlechtes Kurzzeitgedächtnis und würde sich nun wundern, wo der Eber geblieben war. Doch da packten die knochigen Hände bereits zu und zogen ihn unbarmherzig nach oben.
»Es ist zu spät, vor mir zu flüchten. Niemand ist dem Tod jemals von der Schippe gesprungen.«
Der Tod hielt inne, dachte kurz nach und lächelte schief, während Ulli bereits eine Hand hob, um Einspruch zu erheben. »Ja, ich weiß. Ich übertreibe gerade und kann mich noch sehr gut an diverse Vampire, Zombies und diesen ominösen Jesus von Nazareth erinnern. Gerade bei ihm frage ich mich bis heute, wie er das angestellt hat. Vielleicht lag es an seinem hohen Weinkonsum. Alkohol konserviert und macht praktisch ewig haltbar.«
Er hing kurz seinen Gedanken nach, dann blickte er dem Captain direkt in die Augen. »Aber ich schweife ab. Kommen wir nun zu dir, Scott Schimpanse.«
(c) 2024, Marco Wittler
Captain Ulli Grunz im Reich des Todes – Kapitel 1 – Feierabend
Kapitel 1 – Feierabend
Nach einer langen Schicht auf der Kommandobrücke des Raumschiffs ENTERSCHWEIN, war Captain Ulli Grunz, ein Eber von stattlicher Figur, zurück in seiner Kabine.
Mit einem Seufzer ließ er sich in den Sessel fallen, der sich sofort den Konturen seines Körpers anpasste. Gemütlicher konnte ein Feierabend nicht sein.
»Jetzt einen großen Pott schwarzen Kaffee.«
Er sah zum Tisch. »Computer: Ich brauche Kaffee, einen richtigen Kaffee, der so schwarz ist, wie der Leerraum zwischen den Sternen.«
Kleine Lichtpunkte erschienen über der Tischplatte und formierten sich zu einer große Tasse entstanden war, aus der es wohlig duftete. Ulli Grunz wollte gerade zugreifen, als ihn jemand ansprach.
»Guten Abend, Captain.«
Ullis Blick fuhr erschrocken auf. Er sollte hier allein sein. Vor ihm stand eine große Gestalt, die ihn einen schwarzen Umhang mit Kapuze gehüllt war.
»Nein, nein, nein. Ich bin noch nicht bereit zu gehen.«
Der Tod lachte nur und streckte die knochige Hand nach dem Captain aus.
(c) 2024, Marco Wittler
Erstkontakt
Dr. Fleming standen die Tränen in den Augen, als er seine Entdeckung mit eigenen Augen im Weltraum sah.
»Wir sind endlich da.«
Sie flogen eine Runde um das eindeutig künstliche Objekt. Seine Außenhülle war übersät mit fremdartigen Symbolen.
»Das muss eine Art Schrift sein. Man hat uns eine Nachricht hinterlassen. Ich hoffe nur, dass die neue KI uns bei der Übersetzung helfen wird.«
Zeit verging. Aus Minuten wurden Stunden, aus Stunden Tage. Der Computer rechnete ohne Pause. Nach fast zwei Wochen, Fleming hatte schon nicht mehr daran geglaubt, spuckte das Elektronenhirn etwas aus. Mit zittrigen Fingern klickte der Wissenschaftler auf sein Pad und las die Botschaft einer fremden Zivilisation.
»Wir sind doch friedlich und freundlich.«
Plötzlich flammte helles Licht auf. Die Astronauten mussten sich die Hände vor die Augen halten, um nicht geblendet zu werden.
»Was ist das? Was passiert dort draußen?«
Es wurde erträglicher. Fleming war der erste, der einen Blick aus einem der Fenster wagte. Eine Art Energiegitter, eine Barriere hatte sich aufgebaut, die sich in alle Richtungen erstreckte. Es knackte in allen Lautsprechern. Eine Stimme erklang und Fleming war sich sofort bewusst, dass sie in diesem Moment aus jedem Gerät auf der Erde zu hören war.
»Menschen der Erde. Wir, die Gemeinschaft der vereinten Galaktiker beobachten euch schon lange und sind dabei zu der Erkenntnis gelangt, dass eure Spezies zu gefährlich ist.
Gnadenlos beutet ihr eure Welt aus, zerstört sie und damit eure eigene Lebensgrundlage.
Was aber viel schwerer wiegt, ist eure ungezügelte Aggression gegen euch selbst. Ohne Unterlass kämpfen Menschen gegen Menschen. Ihr nehmt euch gegenseitig eure Freiheiten und beutet einander aus. Dabei stellen sich die einen über die anderen.
Statt in Gemeinschaft zu leben, jedem die gleichen Rechte zuzugestehen, euch zu unterstützen, verfallt ihr immer wieder in faschistische Systeme und beginnt neue Kriege.
Dieses völlig irrationale Verhalten stellt eine Gefahr für die friedliebenden Völker der Milchstraße dar.
Ihr seit wie ein kleiner, unscheinbarer Virus, der einen sehr viel größeren Körper bedroht und vernichten kann und wird. Aus diesem Grund haben wir beschlossen, euch von uns fernzuhalten. Wir werden dauerhaft einen Energieschirm um euer System aufrecht erhalten, damit kein einziges Individuum dieses verlassen kann.« Die Nachricht endete.
»Sie haben uns eingesperrt. Sie … sie …«
Fleming fehlten die Worte. Er hatte immer darauf gehofft, eines Tages andere Zivilisationen zu entdecken, mit ihnen Kontakt aufzunehmen und friedlich Seite an Seite zu leben und Wissen auszutauschen.
»Wir sind nicht so.«
Er seufzte schwer.
»Wir sind nicht so.«
Er musste schwer schlucken, Tränen flossen.
»Doch. Wir sind so.«
212. Milchstraße
Milchstraße
Paolo holte eine Flasche Hafermilch aus dem Kühlschrank.
„Was hast du vor?“ Seine Schwester legte ihre Stirn in Falten. „Die magst du doch gar nicht.“
Paolo legte den Zeigefinger auf die Lippen. „Stör mich nicht. Ich bin kreativ.“
Er öffnete die Flasche und kippte mehrere Schluck auf dem Küchentisch. Dann nahm er ein paar Schokostreusel und ließ sie in die Flüssigkeit fallen. Er griff zum Handy und machte ein Foto.
„Wir sollen ein Bild der Milchstraße machen und ich hab keine Lust zu malen.“
(c) 2023, Marco Wittler
200. Captain Decimus Duck entgeht der Rache
Captain Decimus Duck entgeht der Rache
„Captain Decimus Duck, so treffen wir uns wieder.“
Admiral Goose, hatte schon lange darauf gewartet, den Captain des Raumschiffs ENTENSCHEIß persönlich zu treffen. Nun bot sich endlich die Gelegenheit für seine Rache.
Die Türen öffneten sich. Unzählige Wesen strömten an ihm vorbei. Nur Captain Duck war nicht zu sehen.
„Verdammt!“ Goose blickte auf sein Handy und stöhnte auf. Der Captain hatte seinen Anschlusszug verpasst. „Blöde Bahn. Warum nur kommt sie immer zu spät?“
(c) 2023, Marco Wittler