Oktober, 2024

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Captain Ulli Grunz im Reich des Todes – Kapitel 6 – Ich bin ich und wer bist du?

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Bitte lies meine Geschichten einmal selbst, bevor du sie deinen Kindern vorliest. Sie sind zu Halloween etwas gruseliger, auch wenn sie lustig enden. Bitte bewerte vorher, ob dein Kind die Geschichten bereits versteht, damit umgehen kann und sich nicht zu sehr gruselt.

Ich bin ich und wer bist du?

Ulli Grunz landete wenige Meter weiter und drei Etagen tiefer auf dem Schulhof. Über sich hörte er die wütende Stimme des Todes.
»Ich brauche schnell ein Versteck oder eine Tarnung, damit ich aus diesem Alptraum herauskomme.«
Er sah sich um. Am anderen Ende des Hofes stand ein großes Gebäude. »Natürlich. Die Aula. Im Fundus der Theater AG werde ich bestimmt ein passendes Kostüm finden.«
Der Captain lief los. Die Tür war nicht verschlossen. In der Eingangshalle nach links, den Gang runter und durch die letzte Tür.
Der Tod war ihm dicht auf den Fersen. Es hatte keine Minute gedauert, bis er das Versteck gefunden hatte. Doch statt des flüchtigen Ebers stand er dem Tod gegenüber.
»Ich habe alles durchsucht. Ulli Grunz ist nicht hier.«
Der Tod nickte und lief zurück auf den Gang. Nach ein paar Meter blieb er stehen. »Moment mal. Ich bin der Tod. Mich gibt es kein zweites Mal.«
Er machte kehrt, doch Ulli war bereits durch ein Fenster entkommen.

(c) 2024, Marco Wittler

552. Der Hauch des Todes

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Der Hauch des Todes

Der alte Leuchtturmwärter wurde unsanft durch ein lautes Stöhnen aus seinen Träumen gerissen.
Er spürte einen Lufthauch an seinem Ohr, nahm mit seiner Nase einen bestialischen Gestank war.
Langsam öffnete er seine Augen, drehte den Kopf und blickte in das Gesicht eines Zombies.
»Bin ich schon wieder bei der Arbeit eingeschlafen?«
Der Zombie grinste und nickte. »Ist doch kein Problem. Du passt auf das Leuchtfeuer auf und ich auf dich. Wofür sind denn Mitbewohner da?«

(c) 2024, Marco Wittler

Captain Ulli Grunz im Reich des Todes – Kapitel 5 – Auf und davon

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Auf und davon

Nebelschwaden drangen durch Türen und Fenster herein. Sie hüllten Uli Grunz volltändig ein. Nicht einmal seine eigene Nasenspitze war noch zu erkennen.
»Was geschieht mit mir?«
Einen Augenblick später war der Nebel verschwunden. Ulli saß, gekleidet in einen albernen Matrosenanzug, mitten in einem Klassenraum.
»Mist. Jetzt muss ich meine hoch peinliche Schulzeit erneut durchmachen. Das überlebe ich nicht.«
Schon erklang die Stimme des Todes in seinem Kopf. »Du irrst dich, Captain. Du gehörst nicht mehr zu den Lebenden. Das ist dein ganz persönliches Jenseits.«
Ulli Grunz stöhnte. »Ich muss hier dringend raus.«
Er beugte sich unter den Tisch und griff zur Schultasche. »Wenn der Tod meine Schule eins zu eins kopiert hat, dann bin ich schneller hier raus, als er Friedhof sagen kann.«
Er holte ein Fläschchen mit Seifenlauge aus der Tasche und blies kräftig in den Ring, der sich im Deckel befand. Eine riesige Blase entstand, mit deren Hilfe der Eber aus dem Fenster verschwand.

(c) 2024, Marco Wittler

551. Den Tod zu Gast

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Den Tod zu Gast

Der alte Leuchtturmwärter trat durch die schwere Eisentür. Es war kurz nach Sonnenuntergang, Zeit für das Leuchtfeuer.
Noch bevor er den ersten Fuß auf die Treppe setzen konnte, polterte es in der Turmspitze. Schnell spurtete der Alte nach oben.
»Was geht hier vor?«
Sein Mitbewohner, der Zombie Paul, zuckte erschrocken zusammen und verlor seinen Kopf, während er den Schädel eines Skeletts in der Hand hielt.
»Waren wir zu laut? Ich spiele mit dem Sensenmann Bowling.«

(c) 2024, Marco Wittler

Captain Ulli Grunz im Reich des Todes – Kapitel 4 – Du hast noch viel zu lernen

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Kapitel 4 – Du hast noch viel zu lernen

Kurz war in Ulli Grunz Hoffnung aufgeflammt. Offensichtlich hatte der Tod seinen nächsten Kunden an Bord des Raumschiffs ENTERSCHWEIN in Empfang nehmen sollen. Leider war er einen Schritt zu langsam gewesen.
Der Tod drehte sich wieder um. »Du!« Er stürmte auf den Captain zu. »Du hast mich abgelenkt. Jetzt ist er mir entwischt. Dafür wirst du in der Hölle schmoren. Das …« Er holte noch einmal seine Liste hervor. »Das wirst du mir büßen, Ulli Grunz.«
Ein Lachen kroch aus seiner Kehle, das selbst den Teufel in Angst und Schrecken versetzt hätte. Er griff nach Ullis Arm. Einen Augenblick später verschwanden sie aus der Kabine und fanden sich in einem kühlen, weißen Flur wieder.
»Wo sind wir hier?« Ulli blickte sich zitternd um.
»Das ist die Volkshochschule Schweinfurt. Hier hast du vergeblich versucht, dein Abitur nachzuholen.«
Der Captain riss panisch die Augen. »Nein. Nein! NEIN! Alles nur das nicht.«
»Willkommen in deiner Ewigkeit, Ulli Grunz.«

(c) 2024, Marco Wittler

550. Panik auf dem Meer

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Panik auf dem Meer

Der alte Leuchtturmwärter stieg zum Deich hinauf. Auf dem Weg zum Turm fiel ihm etwas auf.
»Was zur Hölle …?«
Die Schiffe am Horizont fuhren nicht zum Hafen, sondern machten schnell kehrt.
Der Leuchtturmwärter öffnete die schwere Eisentür, stürmte über die Treppe nach oben und riss die Tür zum Leuchtfeuer auf.
»Was ist hier los?«
Der Zombie am Fenster erschrak und verlor seinen Kopf.
»Ähm … Halloweenstreich.« Er zeigte auf das Monstergesicht, das er auf die Lampe gemalt hatte.

(c) 2024, Marco Wittler

Captain Ulli Grunz im Reich des Todes – Kapitel 3 – Ungebetener Besuch

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Ungebetener Besuch

»Hä? Was?«
Captain Ulli Grunz zog die Stirn in Falten. »Ich bin nicht Scott Schimpanse.« Er straffte sich, zog sich seine Uniform wieder glatt. »Kann es sein, dass du gerade einen fatalen Fehler machst und mich verwechselst?« Vorsichtig streifte er die knöchernen Hände des Tods von seinen Schultern ab.
In der Kapuze des schwarzen Umhangs kam ein nackter Knochenschädel zum Vorschein.
»Kann nicht sein. Ich gehe ganz sorgfältig nach meiner Liste vor.«
Der Tod kramte einen Zettel aus seiner Tasche. »Hier, schau selbst. Captain Scott Schimpanse und Morgen ist dann Ulli Grunz an der Reihe.«
»Ich bin aber nicht dieser komische Affe, ich bin Ull …« Der Captain hielt inne. Fast hätte er sich verraten.
Ein Licht tauchte hinter den Beiden auf. Jemand beamte sich in den Raum. Ein Schimpanse im Raumanzug erschien.
Der Tod fuhr herum. »Du!« Er hatte seinen Fehler erkannt und sprang Scott Schimpanse entgegen, der panisch auf eine Fernbedienung drückte und wieder verschwand.

(c) 2024, Marco Wittler

549. Die Leiche im alten Leuchtturm

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Die Leiche im alten Leuchtturm

Der alte Leuchtturmwärter öffnete die schwere Stahltür und trat ein. Ein bestialischer Geruch stieg in seine Nase.
»Himmel, was ist das?«
Er stieg nach oben. Der Gestank wurde schlimmer. Nach kurzem Zögern betrat er die Kammer mit dem Leuchtfeuer. Am Boden lag ein toter, vermoderter Körper, der Kopf ein Stück abseits.
»Ist dir was passiert, Paul?«
Der Zombie am Boden schluchzte. »Bin gestolpert und habe den Kopf verloren.«
Der Leuchtturmwärter seufzte. Sein Mitbewohner war so ein Tollpatsch.

(c) 2024, Marco Wittler

Captain Ulli Grunz im Reich des Todes – Kapitel 2 – Überlebende

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Kapitel 2 – Überlebende

Captain Ulli Grunz sprang aus seinem Sessel, umrundete ihn und kauerte sich auf den Boden. Vielleicht, so hoffte er, hatte der Tod ein besonders schlechtes Kurzzeitgedächtnis und würde sich nun wundern, wo der Eber geblieben war. Doch da packten die knochigen Hände bereits zu und zogen ihn unbarmherzig nach oben.
»Es ist zu spät, vor mir zu flüchten. Niemand ist dem Tod jemals von der Schippe gesprungen.«
Der Tod hielt inne, dachte kurz nach und lächelte schief, während Ulli bereits eine Hand hob, um Einspruch zu erheben. »Ja, ich weiß. Ich übertreibe gerade und kann mich noch sehr gut an diverse Vampire, Zombies und diesen ominösen Jesus von Nazareth erinnern. Gerade bei ihm frage ich mich bis heute, wie er das angestellt hat. Vielleicht lag es an seinem hohen Weinkonsum. Alkohol konserviert und macht praktisch ewig haltbar.«
Er hing kurz seinen Gedanken nach, dann blickte er dem Captain direkt in die Augen. »Aber ich schweife ab. Kommen wir nun zu dir, Scott Schimpanse.«

(c) 2024, Marco Wittler

548. Fridolin vom Flüsterstein flüstert

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Fridolin vom Flüsterstein flüstert

Fridolin vom Flüsterstein geisterte durch das Schloss. Er durchdrang Wände und jagte den Menschen als Gespenst, das er war, Angst und Schrecken ein.
Er erreichte den Thronsaal, sah den Schlossherrn am Kartentisch mit Freunden sitzen. Fridolin wurde unsichtbar. Er beugte sich zu ihm herab, ging ganz nah an dessen Ohr und …
»Der andere hat nichts auf der Hand. Er blufft. Das ist deine Chance auf den Sieg.«
Der Schlossherr grinste, legte seine Karten offen und nahm alles Geld an sich.

(c) 2024, Marco Wittler