Kinder
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267. Weihnachtsblume
Die Biene zitterte. Der Winter war viel zu kalt für so ein kleines Tier. »Ich wünschte, Santa Claus würde mir eine Weihnachtsblume schenken, an der ich mich satt futtern und mich darin wärmen kann.«
Da entdeckte sie eine funkelnde Blume. Sofort flog sie hin und stieß sich den Kopf. Es war nur eine Eisblume auf einer Glasscheibe. »Autsch!«
Das Fenster öffnete sich. Santa Claus holte die Biene in sein Haus. Er setzte sie auf einer Orchidee ab. »Da kannst du bis zum Frühling sitzenbleiben.
(c) 2023, Marco Wittler
266. Captain Scott Schimpanse ist antriebslos
Captain Scott Schimpanse drückte zum wiederholten Mal den Einschaltknopf. Nichts passierte. »Leute, ich habe schlechte Nachrichten. Der Raumschiffsantrieb ist hin. Wir fliegen unkontrolliert ins All. Wir kehren nie mehr zur Erde zurück.«
In diesem Moment klopfte es am Fenster. Draußen winkte der Weihnachtsmann. »Soll ich euch abschleppen? Rudolph hat mal wieder Bohnen gefressen. Seine Fürze haben uns viel zu weit nach draußen getrieben.«
Die Astronauten nickten dankbar. Sie waren gerettet.
(c) 2023, Marco Wittler
265. Flaschenpost
Flaschenpost
Seit Monaten saß ein Pirat auf einer einsamen Insel fest. Nach dem Untergang seines kleinen Schiffs war er hier gestrandet und wartete auf Hilfe.
Am heutigen Weihnachtstag, so hoffte er, würde bestimmt ein Wunder geschehen.
Er lief am Strand entlang. Im Sand glitzerte Glas. Der Pirat entdeckte eine Flaschenpost. »Das ist es. Das ist das Wunder, auf das ich gewartet habe.«
Er zog den Korken aus der Flasche, holte den Zettel hervor und las.
»Wir wünschen dir alles Gute zu Weihnachten.«
(c) 2023, Marco Wittler
264. Vom Drachen entführt
Vom Drachen entführt
Der Ritter kämpfte sich durch den Schnee. Er betrat die große Höhle. Dort sollte der Drache leben, der die Tochter des Königs entführt hatte.
»Holde Prinzessin. Haltet durch. Ritter Furchtlos eilt zur Rettung.«
Er lief ins Innere und stand plötzlich vor einem Weihnachtsbaum. Drache und Prinzessin saßen daneben und tranken Tee. Sie verdrehte die Augen.
»Kann ich nicht einmal Weihnachten mit meinem besten Freund feiern, ohne sofort von Rittern belästigt zu werden?«
(c) 2023, Marco Wittler
263. Weihnachtsgeist
Weihnachtsgeist
»Ich kann dieses doofe Weihnachten nicht leiden. Überall Frohsinn, bunte Kugeln und Lichter. Das mochte ich schon nicht, als ich noch kein Geist war.«
Wutentbrannt verließ der kleine Geist die festlich geschmückte Burg durch eine Wand, wurde vom Wind ergriffen und stürzte in eine hohe Schneewehe.
Mühsam buddelte er sich frei. An seinem Geisterkörper glitzerten kleine Schneeflocken wie die Sterne am Himmel.
»Wunderschön. Ohne Weihnachten hätte ich das nicht erlebt. Ich liebe es.«
(c) 2023, Marco Wittler
262. Viel zu groß
Viel zu groß
»Du kannst nicht in die Werkstatt. Du bist zu groß und machst bestimmt was kaputt.« Der Oberwichtel schickte seinen jungen Artgenossen, der ihn um mehr als das Doppelte überragte, fort.
»Ich will mich doch nur nützlich machen.«
Traurig wandte er sich ab und wäre beinahe in den Weihnachtsmann gelaufen. »Ich habe eine Idee, Großer.« Der Weihnachtsmann drückte ihm Pinzette und Lupe in die Hand. »Und damit machst du mir jetzt die besonders feinen Geschenke.«
Damit war der Tag gerettet.
(c) 2023, Marco Wittler
261. Ganz viel Schnee
Ganz viel Schnee
Der kleine T-Rex trat am frühen Morgen aus der Höhle und sich umsah. »Mist. Der Wetterbericht hat schon wieder nicht Recht behalten. Es hat kaum Schnee in der Nacht gegeben. Dabei ist doch heute Weihnachten.« Er trat wütend auf. Die Erschütterung löste ein Schneebrett vom Höhlendach und bedeckte ihn komplett.
»Cool. Das war ein schnelles Weihnachtsgeschenk.« Er betastete sich vorsichtig. Ein dicker Schneeklumpen hing an seinem Kinn. »Jetzt sehe ich auch aus wie Santasaurus Rex.«
(c) 2023, Marco Wittler
Santasaurus Rex – Teil 24
Die Erde zitterte. Die Menschen bekamen Angst vor einem Erdbeben. Panisch liefen sie aus ihrer Höhle. Dort erschraken sie ein weiteres Mal. Sie sahen sich einer großen Dinosaurierherde mit riesigen, Furcht einflößenden Tieren gegenüber.
Doch dann zerteilte sich die Herde wie auf ein stummes Kommando. Ein kräftiger TriceraCop durchschritt die entstandene schmale Gasse, kam auf die Menschen zu und blieb nur wenige Meter vor ihnen stehen.
»Ho, ho, ho!«
Hinter dem Kopfschild tauchte ein kleiner T-Rex mit weißem Bart und roter Mütze auf.
»Santasaurus Rex ist gekommen, um uns zu retten.« Die Menschen entspannten sich, lachten vor Freude und liefen den Dinos entgegen.
»Bedient euch!«, sagte Big T und zeigte auf die vielen Nahrungssäcke. »Es ist genug für alle da. Damit kommt ihr spielend durch den Winter.«
Er kletterte vom TriceraCop herab. Während die großen Menschen die Vorräte in die Höhle brachten, sammelte Santasaurus Rex die Kinder um sich und erzählte ihnen Geschichten von seinen spannenden Reisen um die ganze Welt auf seinem treuen Reittier.
Das Boo stand etwas abseits und blickte zufrieden auf die Neandertaler und seine Gefährten. Sie hatten die Menschen gerettet und neue Freunde gewonnen.
(c) 2023, Marco Wittler
Santasaurus Rex – Teil 23
»Wir helfen euch natürlich.« Die kleinen Säugetiere, die die Dinos zum Norpol begleitet hatten, waren Feuer und Flamme. »Die Menschen sind Säuger wie wir. Auch wenn wir anders aussehen, sind wir irgendwie miteinander verwandt. Wir können unsere Familienmitglieder nicht verhungern lassen.«
Sie liefen auf den Eingang der großen Höhle zu. »Los, folgt uns. Wir können jede Hilfe brauchen, die wir bekommen können.«
Das ließen sich die Dinosaurier nicht zweimal sagen. Die Kleinen und auch die Großen machten sich auf den Weg. Dieser war wegen des hohen Schnees beschwerlich. Aber diese Strapazen nahmen sie gerne auf sich.
»Im Sommer wuchsen auf dem Feld noch Knollen und Zwiebeln. Mit unseren guten Nasen können wir noch welche finden, die nicht geerntet wurden. Wir sind nur nicht kräftig genug, sie auszugraben.«
So machten sich die Säuger auf die Suche, während die Dinos mit ihren kräftigen Beinen nach dem Futter gruben.
In den nächsten Stunden füllten sich große Säcke mit Nahrung, die auf den Rücken der Saurier befestigt wurden. Die Last wurde immer schwerer und versprach, Menschen und Echsen durch den Winter zu bringen.
(c) 2023, Marco Wittler
Santasaurus Rex – Teil 22
»Wie? Was?« Der große Langhals sah die kleinen Dinosaurier ungläubig an. »Ihr habt keine Spur von Santasaurus Rex gefunden? Aber ihr wart euch doch so sicher, ihm auf die Spur zu kommen.«
»Stimmt genau. Wir haben Santasaurus Rex nicht gefunden.« Das Boo grinste breit. »Wir haben auf unserer Reise allerdings Santasaurus Rex trotzdem gefunden.« Es lachte.
Die Dinosaurier in der Höhle legten die Stirne in Falten. Sie verstanden nicht, was ihnen der kleine Flugsaurier damit sagen wollte.
»Jetzt nochmal für alle, damit es auch jeder versteht. Wie kann man jemanden gefunden haben, den man nicht gefunden hat? Das geht doch gar nicht.«
»Geht ja wohl!«
Big T trat aus dem Schatten seiner Freunde und trat in die Mitte der Höhle. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht öffnete er einen Beutel, holte Schnee hervor und klatschte ihn sich ins Gesicht. Eine Tomate zerdrückte er sich auf dem Kopf. »Ich bin Santasaurus Rex. Ich sehe genau so aus, wie ihn die Menschen beschrieben haben.« Er lachte und hielt sich den Bauch. »Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie viel Spaß es mir macht, mich immer wieder in Santa zu verwandeln. Das hab ich auf der Heimreise ständig gemacht.«
Das Boo lachte. »Oh, ja. Das ging uns irgendwann ganz schön auf die Nerven.«
(c) 2023, Marco Wittler