Gutenachtgeschichten

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Captain Ulli Grunz im Reich des Todes – Kapitel 1 – Feierabend

Kapitel 1 – Feierabend

Nach einer langen Schicht auf der Kommandobrücke des Raumschiffs ENTERSCHWEIN, war Captain Ulli Grunz, ein Eber von stattlicher Figur, zurück in seiner Kabine.
Mit einem Seufzer ließ er sich in den Sessel fallen, der sich sofort den Konturen seines Körpers anpasste. Gemütlicher konnte ein Feierabend nicht sein.
»Jetzt einen großen Pott schwarzen Kaffee.«
Er sah zum Tisch. »Computer: Ich brauche Kaffee, einen richtigen Kaffee, der so schwarz ist, wie der Leerraum zwischen den Sternen.«
Kleine Lichtpunkte erschienen über der Tischplatte und formierten sich zu einer große Tasse entstanden war, aus der es wohlig duftete. Ulli Grunz wollte gerade zugreifen, als ihn jemand ansprach.
»Guten Abend, Captain.«
Ullis Blick fuhr erschrocken auf. Er sollte hier allein sein. Vor ihm stand eine große Gestalt, die ihn einen schwarzen Umhang mit Kapuze gehüllt war.
»Nein, nein, nein. Ich bin noch nicht bereit zu gehen.«
Der Tod lachte nur und streckte die knochige Hand nach dem Captain aus.

(c) 2024, Marco Wittler

546. Glühwurm

„Bleib hier! Das ist gefährlich.“
Willi schob die Freunde zur Seite. „Ich bin ein Regenwurm. Ich muss raus, wenn es regnet.“
Er verließ die sichere Erdröhre. Schon traf ihn der Blitz. Grelles Licht. Willi wurde fortgeschleudert.
„Ich bin ein Superheld! Nennt mich Willi Glühwurm.“

(c) 2024, Marco Wittler

545. Endlich Gewitter

Endlich Gewitter

Der Himmel verdunkelte sich. Es regnete. Ein Blitz zuckte herab und schlug im Feld ein. Es donnerte.
»Ein Gewitter!« Emily sprang auf und lief zum Fenster.
»Was ist daran so besonders? Das gibt es ständig.«, fragte Papa.
Emily zeigte auf den Wald. »Warte ab. Du wirst es gleich sehen.«
Der nächste Blitz schlug zwischen den Bäumen ein. Augenblicklich leuchteten unzählige Lichter im dichten Grün auf.
»Die Glühwürmchen laden bei Gewitter ihre Akkus auf, damit sie in den Nächten leuchten können.«

(c) 2024, Marco Wittler

543. Frühlingsgefühle im Todesstern

Der Todesstern hatte seine Position erreicht. Darth Vader trat nach vorn. Reglos blickte für eine Weile auf den Planeten unter sich.
„Wir werden ein Exempel statuieren. Wir zerstören Alderaan.“
Er drückte auf den roten Knopf. Im Innern des künstlichen Planetoiden rumorte es. Wenige Augenblicke später rieselten unzählige rosa Blüten auf Alderaan herab.
Vader stöhnte. „Verdammter Frühlingsanfang. An diesem Tag konnte leider alles passieren.

(c) 2024, Marco Wittler

542. Dieser Todesstern wird ihnen präsentiert von …

„Es ist vorbei, Obi-Wan.“
Darth Vader hob sein Laserschwert. Er war bereit für den Finalen Schlag.
„Cut! Wir gehen in die Werbung.“
Vader und und Obi-Wan setzten sich genervt, warfen eine Pizza in den Ofen und verspeisten sie gemeinsam.
„Nur noch ein Spot. Macht euch bereit.“
Die erbitterten Gegner nahmen Aufstellung. Der Film wurde fortgesetzt.
„Verdammte Werbeblöcke. Die sind viel zu lang. Jetzt ist der Akku in meinem Laserschwert leer. Hat mal jemand eine Powerbank dabei?“

(c) 2024, Marco Wittler

541. Die Nacht des Imperators

Spät in der Nacht lustwandelte der Imperator durch den Palast. Er liebte die Stille, die Ruhe, die wenige Zeit, in der er den Regierungsgeschäften entfliehen konnte.
Ein Summen und ein Surren rissen ihn aus seinen Gedanken. Sie führten ihn zur Tür eines kleinen Quartiers. Ohne Anzuklopfen trat er ein.
„Lord Vader, wie oft hab ich das schon gesagt? Es wird nicht heimlich im Bett gelesen. Und das Laserschwert ist immer noch keine Taschenlampe.“

(c) 2024, Marco Wittler

540. Darth Vaders Maske

WER IST DER MANN HINTER DER MASKE?

BILD sprach exklusiv mit Darth Vader über die neuesten Maskentrends und die wirksamste Metallpolitur. BILD deckt den wahren Grund für die Maskerade auf. Mehr dazu im Innenteil.

Darth Vader legte grimmig die Zeitung weg. „Von wegen. Ihr deckt gar nichts auf. Alles erstunken und erlogen. Verdammtes Drecksblatt.“
Er nahm die Maske ab, stellte sich vor den Spiegel und ärgerte sich wieder einmal über seine Akne.

(c) 2024, Marco Wittler

539. Das Erwachen des Imperiums

Der Imperator blickte zufrieden über den Platz. Zehntausende Stormtrooper standen bereit, die Galaxis zu unterwerfen.
„Seid ihr bereit, das Komamndo zu übernehmen?“
Lord Vader nickte. „Zu allem bereit, mein Herr.“
Ja, sie würden die Galaxis erobern, aber ganz eigene Ziele verfolgen. Schon bald würde die Herrschaft der Zweibeiner beendet sein. Die Kampfpanzer der Stormtrooper waren die perfekte Tarnung. Niemand würde die Flöhe sehen, die sie steuerten.

(c) 2024, Marco Wittler

538. Der furchtlose Lord Vader

Langsam öffnete das riesige Krokodil sein Maul, ließ die messerscharfen Zähne aufblitzen.
„Du machst mir keine Angst.“ Lord Vader war entschlossen und legte seine Hand auf den Griff des Laserschwerts.
„Ich werde dich bis aufs Blut bekämpfen, selbst wenn es das Letzte ist, was ich tu.“
Das Krokodil brüllte laut. Vader begann zu zittern, schrie und warf den Gameboy im hohen Bogen davon.
„Verdammt! Warum ist SuperMarioLand nur so gruselig?“

(c) 2024, Marco Wittler

537. Die neue Rüstung des Darth Vader

Der Imperator hatte nach seinem treuesten Diener rufen lassen.
Nun stürmte Darth Vader in den großen Thronsaal und verneigte sich vor seinem Herrn.
„Neue Rüstung? Wollt ihr einen Trend in die Welt setzen?“
Der Imperator kicherte. Der dunkle Lord sah an sich herab. Das Schwarz war einem kräftigen rosa gewichen.
„Verdammt! Erst der Regenschauer, dann die Kirschblütenblätter. Ich hatte Aprilwetter und den Frühling.“

(c) 2024, Marco Wittler