Oktober, 2024
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Captain Ulli Grunz im Reich des Todes – Kapitel 11 – Amtsschimmel
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Bitte lies meine Geschichten einmal selbst, bevor du sie deinen Kindern vorliest. Sie sind zu Halloween etwas gruseliger, auch wenn sie lustig enden. Bitte bewerte vorher, ob dein Kind die Geschichten bereits versteht, damit umgehen kann und sich nicht zu sehr gruselt.
Kapitel 11 – Amtsschimmel
Der Tod packte zu. Mir nichts, dir nichts standen sie vor einem so hohen Gebäude, dass man nicht erkennen konnte, wo es endete. Es verschwand einfach in den Wolken.
»Verdammte Sch … Was ist das? Wohin hast du mich gebracht?«
»Du willst nach Hause? Du willst zurück in dein erbärmliches Leben, dass du in dieser fliegenden Konservendose verbringst?«
Captain Ulli Grunz nickte heftig mit dem Kopf.
»In Ordnung. Geh da rein. Das ist unsere Hauptverwaltung. Du fragst einfach an der Information nach Passierschein A38. Sobald du den hast, lasse ich dich gehen und werde dich nie wieder behelligen. Hm. Zumindest die nächsten dreißig, vielleicht vierzig Jahre. Deal?« Er streckte Ulli die Hand entgegen.
»Deal!« Der Captain schlug ein und betrat das Gebäude. »Passierschein A38? Das habe ich irgendwo schon einmal gehört. Ich kann mich nur nicht mehr daran erinnern.«
Er trat vor den Informationsschalter und klopfte gegen das Glas. »Einmal Passierschein A38, bitte.«
(c) 2024, Marco Wittler
557. Fridolin vom Flüsterstein ist auf und davon
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Fridolin vom Flüsterstein ist auf und davon
Fridolin vom Flüsterstein wurde aus dem Schlaf geweckt. Etwas war mit großer Kraft gegen das Schloss gestoßen und hatte die Mauern beben lassen.
Das Nachtgespenst verließ sein Versteck auf dem Dachboden, schwebte durch eine der Außenwände und wurde augenblicklich fortgerissen.
»Ah! Was soll das?«
Fridolin sah sich um. Er war inmitten eines wilden Sturms gefangen. Sein geisterhafter Körper, leicht wie in Blatt im Wind, wirkte wie ein Segel.
»Verdammt! Hätte ich doch nur den Wetterbericht gelesen.«
(c) 2024, Marco Wittler
Captain Ulli Grunz im Reich des Todes – Kapitel 10 – Die lieben Kleinen
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Kapitel 10 – Die lieben Kleinen
Lautes Lachen drang aus allen Richtungen an Ullis Ohr. Er sah sich um. Bestimmt zwei Dutzend Ferkel und Frischlinge umringten, schwer bewaffnet mit Papier und Bleistiften. Man sah ihnen die Anstrengung regelrecht an. Sie alle ließen ihre Zungen durch die halb geschlossenen Lippen heraushängen.
Der Tod beugte sich herab. Ulli konnte seinen Atem spüren. Ein widerlicher Mundgeruch stieg in seine Nase.
Moment mal. War der Tod nicht auch selbst tot? Warum atmete er dann?
»Schau genau zu, Ulli Grunz.«, flüsterte der Tod. »Sie sind alle besser als du. Findest du das nicht unangenehm? Ist dir das nicht peinlich? Ich an deiner Stelle würde mich vor Scham im Grabe umdrehen.«
Ullis Gesicht wurde puterrot. Es schien, als würde Rauch aus seinen Ohren aufsteigen. Langsam drehte er sich zum Tod um, sah ihm tief in die leeren Augenhöhlen.
»Was. Zur. Hölle. Willst. Du. Von. Mir? Verdammt nochmal!«
»Jetzt kommen wir der Sache näher.« Der Tod grinste breit.
(c) 2024, Marco Wittler
556. Fridolin vom Flüsterstein hat Angst
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Fridolin vom Flüsterstein hat Angst
Fridolin vom Flüsterstein schreckte aus seinen Gedanken auf. »Nanu? Wer klingelt so spät noch an den Toren des Schlosses?«
Das Nachtgespenst schwebte langsam durch Wände und Decken, erreichte den Eingang und öffnete. Draußen standen schaurige Gestalten. Eine Mumie, ein Vampir, eine Hexe und ein großes Monster.
Fridolin bekam Panik, begann zu schreien.
»Süßes oder Saures!«, riefen ihm die Kinder entgegen.
Das Nachtgespenst atmete erleichtert auf. »Warum muss Halloween immer so schaurig sein?«
(c) 2024, Marco Wittler
Captain Ulli Grunz im Reich des Todes – Kapitel 9 – Der Plan
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Kapitel 9 – Der Plan
Der kleine Flugdrache brachte Captain Ulli Grunz ein ganzes Stück vom Kakteenkreis fort. Er flog weit über die Grenzen des Waldes hinaus, bis ihm ein hoch aufgetürmtes Gebirge den weiteren Weg versperrte.
Der Captain landete und setzte sich erstmal auf den mit Kies und Staub bedeckten Boden. Er war fix und alle, brauchte eine Pause.
»So kann das doch nicht bis in alle Ewigkeit weitergehen.« Er stutzte. War das nicht die Wortwahl des Todes? Hatte er nicht von einer Strafe bis in alle Ewigkeit gesprochen? Vielleicht war die Volkshochschule nur ein Trick gewesen. Vielleicht sollte die Jagd nach ihm die eigentliche Hölle sein.
»Ich muss mich endlich auf meine Qualitäten und Erfahrungen berufen, die einen Captain der Raumflotte ausmachen. Ich brauche einen Plan.«
Ulli Grunz zog ein paar Striche und Zeichnungen in den Boden, machte sich Notizen, bis er eine Hand auf seiner Schulter spürte.
»Nicht gerade der geborene Picasso. Jeder Frischling ist talentierter.«
Der Tod hatte gefunden.
(c) 2024, Marco Wittler
555. Unbekannte Partygäste
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Unbekannte Partygäste
Noch bevor der alte Leuchtturmwärter einen Fuß durch die schwere Stahltür gesetzt hatte, wurde er wütend.
Wieder einmal hörte er Lärm in der Leuchtfeuerkammer. Scheinbar feierte sein Mitbewohner, der Zombie Paul, eine Party.
»Wie oft soll ich es dir noch sagen, du sollst keine …«
Er sah sich um. Paul war allein.
»Ähm … ja … also. Nichts für ungut. Hab mich wohl verhört.«
Der Zombie konnte sich ein Grinsen kaum verkneifen. Den Unsichtbaren als Partygast einzuladen, war einfach nur perfekt.
(c) 2024, Marco Wittler
Captain Ulli Grunz im Reich des Todes – Kapitel 8 – Letzter Ausweg
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Kapitel 8 – Letzter Ausweg
Ulli Grunz ließ die Schultern hängen. So hatte er sich das Ende seines Schweinelebens nicht vorgestellt. Es gab keinen Ausweg mehr. Er war gefangen.
»Wirst du endlich kooperieren?« Der Tod stürmte auf den Captain zu. Hätte sich in seiner dunklen Kapuze kein nackter Knochenschädel befunden, seine Mimik würde grenzenlose Wut zeigen. »Ich habe es satt, dich durch die Hölle zu jagen. Ich habe noch andere Termine. Mein Zeitplan kommt durcheinander. Mein Boss macht mir Feuer unter dem Hintern, wenn ich mich verspäte.«
Feuer. Drachen. Ullis Blick hellte auf. Es schien, als würde kurz ein Licht in seinen Augen aufblitzen.
»Ich gebe auf. Habe ich einen letzten Wunsch frei?«
Der Tod zögerte. »Dein Ernst oder ist das wieder ein schweinischer Trick?«
»Warum sollte ich tricksen? Du findest mich eh. Bekomme ich einen Kaugummi?«
Der Tod nickte.
Ulli atmete auf, packte den Kaustreifen aus dem Papier und faltete daraus einen kleinen Drachen.
»Reingelegt.« Schon trug ihn der Wind davon.
(c) 2024, Marco Wittler
554. Eine haarige Angelegenheit
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Eine haarige Angelegenheit
Der alte Leuchtturmwärter betrat seinen Arbeitsplatz. Hörte er da Lärm?
Er schlich die Treppe hinauf, öffnete die Tür zum Leuchtfeuer und sah einen Zombie vor sich.
»Paul? Feierst du wieder eine Party, ohne um Erlaubnis zu fragen?«
Der Zombie schüttelte den Kopf. »Niemals. Hast du mir doch verboten.«
Der Leuchtturmwärter nickte und ging. Kaum hatte er die Tür geschlossen, erhob sich der flauschige Teppich vom Boden und gab sich als Werwolf zu erkennen. »Ist ja gerade nochmal gut gegangen.«
(c) 2024, Marco Wittler
Captain Ulli Grunz im Reich des Todes – Kapitel 7 – Auf der Flucht
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Kapitel 7 – Auf der Flucht
Captain Ulli Grunz rannte um sein Leben. Er empfand seine eigenen Gedanken als seltsam. Laut den Worten des Todes war er bereits verschieden. Er gab sich immer noch der Hoffnung hin, den Weg zurück auf sein Raumschiff ENTERSCHWEIN zu finden.
Ulli ließ das Schulgelände hinter sich. Ein genaues Ziel hatte er nicht. Je weniger er über eine Richtung nachdachte, desto schlechter würde der Tod ihm folgen können.
Er erreichte den Stadtrand. So klein hatte er seine Heimat gar nicht mehr in Erinnerung. »Egal. Rein da.«
Der Captain lief vorbei an Bäumen, die dick wie Gasometer waren und so hoch wie Wolkenkratzer, bis er sich vor einer undurchdringlichen Wand aus stacheligen Kakteen wiederfand. »Schnell zurück. Ich muss einen anderen Weg finden.«
Aber es war bereits zu spät. Die Kakteen hatten ihn eingeschlossen. Er war gefangen.
»So schnell sehen wir uns wieder.« Der Tod durchdrang die grüne Wand, als wären sie ein Vorhang. »Ich muss ein ernstes Wörtchen mit dir reden, Ulli Grunz.«
(c) 2024, Marco Wittler
553. Blutstropfen
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Blutstropfen
Der alte Leuchtturmwärter warf einen Blick in die Ferne. Alles war in bester Ordnung.
»Moment mal. Was ist das?« Dicke, rote Tropfen fielen vor dem Fenster herab. »Teufel noch eins.«
Er sprang auf, kletterte über eine schmale Leiter zur Dachluke und stieß diese auf. Er war bereits auf das Schlimmste gefasst.
»Was geht hier vor?«
Sein Mitbewohner, Zombie Paul, erschrak und hob schnell eine Flasche hoch.
»Party mit einem Vampir. Ich habe nur leider etwas vom Blutorangensaft verschüttet.«
(c) 2024, Marco Wittler