Oktober, 2024
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Captain Ulli Grund im Reich des Todes – Kapitel 16 – Das Licht am Ende des Tunnels
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Bitte lies meine Geschichten einmal selbst, bevor du sie deinen Kindern vorliest. Sie sind zu Halloween etwas gruseliger, auch wenn sie lustig enden. Bitte bewerte vorher, ob dein Kind die Geschichten bereits versteht, damit umgehen kann und sich nicht zu sehr gruselt.
Das Licht am Ende des Tunnels
»Geh mir aus den Augen, Ulli Grunz. Lass mich allein. Nur für einen kleinen Moment. Ich brauche Zeit zum nachdenken.«
Der Tod rieb sich die leeren Augenhöhlen und stöhnte genervt. Langsam gingen ihm die Ideen aus. Er hob die knöcherne Hand. Ihr folgte eine Wand, die aus dem Boden in die Höhe wuchs. In ihr formte sich ein Loch, eine Art Durchgang. In der Ferne leuchtete etwas auf.
»Da, schau. Das Licht am Ende des Tunnels. Davon spricht man doch auf eurer Welt so oft. Geh hin, gib dich deiner Hoffnung hin. Dann kann ich hier in Ruhe überlegen, was ich mit dir anstelle.«
Ulli wartete nicht lange, fragte auch nicht nach. Er rannte los. Die Passage kam ihm vor wie eine Ewigkeit. Er hätte nicht sagen können, ob es Minuten, Stunden oder Tage gedauert hatte. Doch nun stand er am Fuße eines Leuchtturms, der sein Licht hinaus auf ein unendliches Meer schickte.
Ulli setzte sich, sah zum dunklen Himmel hinauf und holte tief Luft. Endlich ein klein wenig Frieden.
(c) 2024, Marco Wittler
562. Fridolin vom Flüsterstein und das Buch der Hexen
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Fridolin vom Flüsterstein und das Buch der Hexen
Fridolin vom Flüsterstein hatte sich in die Schlossbibliothek geschlichen. Hier lag das große Buch der Hexenkunst. Niemand durfte darin lesen, da in ihm schlimme Verwünschungen beinhaltete. Trotzdem war das Nachtgespenst neugierig.
Er schlug den Einband auf und erschrak. Das Buch räusperte sich und begann zu flüstern.
»Fort mit dir. Ich bin nicht für deine Augen bestimmt.«
Fridolin ergriff die Flucht. Derweil kam der Schlossherr hinter einem Regal hervor und verschloss das Buch wieder.
(c) 2024, Marco Wittler
Captain Ulli Grunz im Reich des Todes – Kapitel 15- Die Kehrsaite der Medaille
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Kapitel 15 – Die Kehrsaite der Medaille
»Herzlich Willkommen auf meine Showbühne.«
Der Geist hatte eindeutig einen niederländischen Akzent und erinnerte Ulli an jemand. Wer war es gleich gewesen?
»Heute werde ich sie mit eine kleine Liedchen begeistern.« Der Geist grinste. »Begeistern. Verflixte Sieben nochmal. So eine tolle Wortwitz.«
Ein Klavier entstand aus dem Nichts. Der Geist setzte sich davor und begann zu spielen. Schiefe und Schräge Töne rangen in Ullis Ohren und krempelten ihm die Fußnägel um.
»Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?«
»Na? Wie lange kannst du dieser Qual standhalten?« Der Tod lachte schallend. »Schaffst du da bin in alle Ewigkeit?«
»So natürlich nicht. Aber ich habe da schon eine Idee.«
Er zog den Geist samt Hocker zur Seite, öffnete das Klavier und schraubte an den Saiten und begann anschließend selbst zu spielen und zu singen. Nun hörte es sich schon sehr viel besser an. »Ein Sommer, wie er früher einmal war …«
»Das hält man ja im Kopf nicht aus., fluchte der Tod sauer.
(c) 2024, Marco Wittler
Captain Ulli Grunz im Reich des Todes – Kapitel 14 – Geisterstunde
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Kapitel 14 – Geisterstunde
Der Tod rieb sie die leeren Augenhöhlen.
»Boah, Ulli Grunz. Ich halte das nicht aus. Ich hatte noch nie so einen komplizierten Kunden wie dich. Ich bekomme noch Alpträume von dir. Kannst du mir nicht wenigstens ein klein wenig entgegenkommen? Du versprichst mir, deine ewige Verdammnis in der Volkshochschule zu akzeptieren, dafür verspreche ich dir, dich dort nicht zu stören. Deal?«
»Du hast nicht mehr alle Latten am Zaun.«
In den Augenhöhlen des Todes loderten Flammen auf. »Das hast du nicht ungestraft gesagt. Jetzt ist der Bogen überspannt.«
Ulli grinste. »Fein. Dann ist wohl die Sehne gerissen und du kannst deine Giftpfeile nicht mehr auf mich abschießen.«
Der Umhang des Todes bebte. »Du wirst dir noch wünschen, es weiter mit mir zu tun haben zu dürfen. Aber jetzt räume ich das Feld, für das übelste Grauen, das du dir vorstellen kannst.«
Er griff zur Taschenuhr, drehte die Zeiger auf Mitternacht. Geisterstunde.
Es wurde schlagartig dunkel und ein Geist erschien.
(c) 2024, Marco Wittler
561. Fridolin vom Flüsterstein im Reich der Schatten
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Fridolin vom Flüsterstein im Reich der Schatten
Fridolin vom Flüsterstein kam aus seinem Versteck auf dem Dachboden und erschrak. Da war ein Schatten auf der Tür.
»Wer ist da?«
Das Nachtgespenst fuhr herum. Da war niemand. Wer konnte einen Schatten werfen, obwohl er unsichtbar war?
Fridolin zitterte, wollte sich verstecken. Nur mit größter Anstrengung schwebte er auf die Tür zu und legte seine Hand auf den Schatten.
Er atmete aber erleichtert auf. »Ach, das ist mein Mantel, der am Haken hängt. Ich sollte öfter meine Brille tragen.«
(c) 2024, Marco Wittler
560. Fridolin vom Flüsterstein zur Mitternacht
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Fridolin vom Flüsterstein zur Mitternacht
Fridolin vom Flüsterstein erschrak. Die alte Schrankuhr in der Eingangshalle schlug zwölf Mal.
Mitternacht.
Geisterstunde.
»Ich muss fort. Ich muss hier weg. Die Geister kommen aus ihren Verstecken und werden mich heimsuchen.«
Er schwebte quer durch seinen Dachboden, erschrak, als er an einem großen Spiegel vorbeikam. Fridolin entspannte sich, musste grinsen. »Ach, ich ich bin doch der Geist hier. Vor mir selbst muss ich keine Angst haben.«
Beruhigt versteckte er sich und schlief weiter.
(c) 2024, Marco Wittler
Captain Ulli Grunz im Reich des Todes – Kapitel 13 – Das große Backen
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Das große Backen
»Wie? Was? Woher?«
Der Tod riss Ulli Grunz den Zettel aus der Hand. Der Stempel war echt, aber alles andere kaum zu entziffern. »Mit dieser Sauklaue könntest du glatt den Teufel von seinem Thron stürzen oder Zahnarzt werden. Das tut sich nicht viel.«
»Darauf kannst du dir ein Ei backen.«, stimmte ihm der Captain zu.
»Apropos Backen.«
Der Tod griff in seine Tasche, holte eine Schürze heraus, die er sich um die Taille band. Er setzte sich eine rosa Perücke auf den Kopf und startete einen Live Stream auf seinem Smartphone.
»Herzlich Willkommen beim Großen Backen in Sat 1. Mein Name ist Enie van …«
»Ach, komm schon.« Ulli nahm dem Tod das Handy ab und beendete die Übertragung. »Ich kann diese TV Challenges nicht mehr leiden, seit ich beim perfekten Dinner letzter geworden bin. Niemand mochte meinen Schweinefraß.«
Er nahm den falschen Passierschein wieder an sich und zerriss ihn in zwei Teile. »Du hast mich reingelegt und ich dich. Wir sind quit. Wie geht es weiter?
(c) 2024, Marco Wittler
559. Fridolin vom Flüsterstein verschwindet
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Fridolin vom Flüsterstein verschwindet
Fridolin vom Flüsterstein hörte Stimmen.
»Der Schlossherr hat Besuch. Neugierigen Kinder werden heraufkommen und den Dachboden durchsuchen. Ich brauche ein Versteck.«
Einen Augenblick später öffnete sich die Tür. Fünf kleine Menschen kamen herein und sahen sich mit großen Augen um. Sie durchwühlten Kisten und Truhen, blickten in jede Ecke. Nur das Nachtgespenst entdeckten sie nicht.
Fridolin atmete erleichtert auf. Er hatte sich als Tuch getarnt und sich über einen alten Sessel ausgebreitet.
(c) 2024, Marco Wittler
Captain Ulli Grunz im Reich des Todes – Kapitel 12 – Im Dschungel der Gesetze
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Im Dschungel der Gesetze
Die Person hinter Glasscheibe wirkte so langweilig, dass Ulli nicht sagen, ob es sich um einen Mann, eine Frau oder ein anderes Geschlecht handelte. Doch plötzlich tat sich etwas. Das Gesicht verfärbte sich dunkelrot, lange Hörner wuchsen oberhalb der Stirn und zwei gefährliche Reißzähne schoben sich aus dem Unterkiefer nach oben.
»Passierschein A38. Welch wohliger Klang. Möge sich das Schwein in den linken Gang begeben und in ewiger Verdammnis seinen Verstand verlieren.«
Plötzlich fiel des dem Captain wie Schuppen von den Augen. Passierschein A38. Stammte dieses verfluchte Ding nicht aus einem alten Comic? Jagte der Titelheld nicht eine Ewigkeit hinter diesem Wisch her und verlor beinahe seinen Verstand?
»Nicht mit mir. Ich lasse mich von euch nicht auf den Arm nehmen.«
Seine Klaue griff schnell unter der Fensterscheibe her, griff nach einem Blatt, Stift und Stempel. Er machte sich seinen Passierschein einfach selbst und stand kurz darauf wieder vor dem Tod.
(c) 2024, Marco Wittler
558. Fridolin vom Flüsterstein geistert herum
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Fridolin vom Flüsterstein geistert herum
Fridolin vom Flüsterstein schwebte vor dem Zimmer des Schlossherrn. Sollte er, wie es sich für ein Nachtgespenst schickte, durch die Wand gehen?
Er zögerte kurz, dann tat er es. Lautlos beugte sich herab und … tippte ihm auf die Schulter.
»Entschuldigung, dass ich störe. Ich habe den Schlüssel zu meinem Dachboden verlegt. Könntest du mir deinen borgen?«
Der Schlossherr nickte. Er wollte Fridolin nicht beschämen und verzichtete darauf, ihm zu erklären, dass er überall durch Wände gehen konnte.
(c) 2024, Marco Wittler