Schlagwort: Tiere

  • Captain Ulli Grunz im Reich des Todes – Kapitel 31 – Endgame

    TRIGGER WARNUNG / CONTENT NOTE:
    Bitte lies meine Geschichten einmal selbst, bevor du sie deinen Kindern vorliest. Sie sind zu Halloween etwas gruseliger, auch wenn sie lustig enden. Bitte bewerte vorher, ob dein Kind die Geschichten bereits versteht, damit umgehen kann und sich nicht zu sehr gruselt.

    Kapitel 31 – Endgame

    Captain Ulli Grunz schrie. Ein weiteres Mal riss er die Augen auf. Doch dieses Mal lag er in seinem Bett. Er war zurück an Bord seines Raumschiffs ENTERSCHWEIN, zurück in seiner Kabine.
    Der Captain richtete sich auf. Er war schweißgebadet. Das Kopfkissen war nass.
    »Es war ein Traum, nur ein ganz schlechter, mieser Alptraum. Ich bin nicht in der Hölle. Der Hokus Pokus ist endlich vorbei.«
    Er stand auf, wollte sich in der Dusche abbrausen, da fiel sein Blick auf den Schreibtisch in der Mitte des Raums. Dort lag etwas, ein dünnes Heft. Ulli Grunz griff danach. Auf der ersten Seite stand in großen Buchstaben das Wort ABITUR.
    »Das war alles echt. Ich war tatsächlich in der Hölle. Aber ich habe mein Abitur nachgeholt.«
    Ihm kullerte eine Träne die Wange herunter. »Ich habe es tatsächlich geschafft.«
    Eine knöcherne Hand legte sich auf die Schulter des Captains. »Herzlichen Glückwunsch, Ulli Grunz. Der Tod grinste breit, bevor er sich ein letztes Mal in Luft auflöste.

    (c) 2024, Marco Wittler

  • Captain Ulli Grunz im Reich des Todes – Kapitel 30 – Endgegner

    TRIGGER WARNUNG / CONTENT NOTE:
    Bitte lies meine Geschichten einmal selbst, bevor du sie deinen Kindern vorliest. Sie sind zu Halloween etwas gruseliger, auch wenn sie lustig enden. Bitte bewerte vorher, ob dein Kind die Geschichten bereits versteht, damit umgehen kann und sich nicht zu sehr gruselt.

    Kapitel 30 – Endgegner

    Ulli Grunz erwachte. War das etwa alles nur ein Traum gewesen? Hatte es die Jagd durch die Hölle nie gegeben? War der Tod etwa nicht real? Nein. Das konnte nicht sein. Er lag nicht in seinem Bett, sondern saß auf einem Stuhl.
    Der Captain riss die Augen auf, blickte sich panisch um. Er saß wieder im Klassenraum der Volkshochschule. Am Pult vor ihm hatte der Tod Platz genommen und grinste hämisch.
    »Willkommen zurück, Ulli Grunz. Am Ende habe ich doch noch gewonnen. Jetzt holst du dein Abitur nach. Du bleibst so lange hier sitzen, bis zu fertig bist. Ich werde die ganze Zeit ein Auge auf dich haben.«
    »Aber … aber … Können wir die Sache nicht noch einmal verhandeln? Da muss es doch einen Ausweg, ein Schlupfloch für mich geben. Gib mir bitte noch eine allerletzte Chance.«
    Der Sprach sprang auf, griff nach seiner Sense und schlug damit auf sein Pult. Er teilte es in zwei Hälften.
    »Jetzt ist Schluss mit Lustig. Ich verspeise dich zum Nachtisch. Schreib dein Abitur.«

    (c) 2024, Marco Wittler

  • Captain Ulli Grunz im Reich des Todes – Kapitel 29 – Der Sensenmann

    TRIGGER WARNUNG / CONTENT NOTE:
    Bitte lies meine Geschichten einmal selbst, bevor du sie deinen Kindern vorliest. Sie sind zu Halloween etwas gruseliger, auch wenn sie lustig enden. Bitte bewerte vorher, ob dein Kind die Geschichten bereits versteht, damit umgehen kann und sich nicht zu sehr gruselt.

    Kapitel 29 – Der Sensenmann

    Über Stunden hatten sich der Tod und Ulli Grunz Geschichten erzählt, gelacht, Tränen geweint und gescherzt. Irgendwann war die Sonne über dem endlosen Meer untergegangen und hatte dem Sternenhimmel Platz gemacht.
    Schließlich griff der Knochenmann zur Sense, die er auf dem Sandboden abgelegt hatte und stand auf. »Der Tag ist vorbei. Es wird Zeit, dass nun jeder von uns seines Weges geht.«
    Ullis Blick wurde hell, war voller Hoffnung. »Heißt das, du kümmerst dich um neue Kunden und ich darf nach Hause?«
    Der Blick des Todes verfinsterte sich, wenn das ohne Mimik überhaupt möglich war. »Mitnichten, mein Freund. Es ist an der Zeit die Ernte einzufahren.«
    Plötzlich schien sich die Welt um den Captain zu drehen. Ihm wurde schwindelig. Arme, Beine und die Augenlider wurden schwer wie Blei. »Was passiert mit mir?«
    »Ich habe dir ein Schlafmittel in den Tee getan. Man kann den Tod nicht austricksen.« Er hob die Sense. Um Ulli wurde es dunkel. Sein Kopf knallte auf die Tischplatte.

  • Captain Ulli Grunz im Reich des Todes – Kapitel 28 – Mit einem Löffelchen voll Zucker

    TRIGGER WARNUNG / CONTENT NOTE:
    Bitte lies meine Geschichten einmal selbst, bevor du sie deinen Kindern vorliest. Sie sind zu Halloween etwas gruseliger, auch wenn sie lustig enden. Bitte bewerte vorher, ob dein Kind die Geschichten bereits versteht, damit umgehen kann und sich nicht zu sehr gruselt.

    Kapitel 28 – Mit einem Löffelchen voll Zucker

    Ehe Ulli Grunz antworten konnte, tauchte ein zierlicher Metalltisch mit emaillierter Oberfläche und zwei dazu passenden Stühlen auf. Der Tod stellte zwei reich verzierte Tassen ab und holte eine Kanne hinter seinem Rücken hervor.
    »Darf ich sie zu einer Tasse Tee einladen, Sir?« Er tat so, als würde er eine unsichtbare Taschenuhr aufklappen. »Es ist fünf Uhr am Nachmittag. Tea Time.«
    Ulli war verwirrt. War das ein erneuter Trick, ihn in seine persönliche Hölle zu befördern oder meinte es der Knochenmann wirklich ernst? Er setzte sich vorsichtig. »Mit Milch und zwei Stück Zucker,bitte.«
    Sie nahmen Platz, sahen sich für einen Moment an, bis es aus ihnen herausplatzte. Sie lachten. Ulli hielt sich den dicken Bauch, der Tod seine Rippen, damit sie ihm nicht runterfallen konnten.
    »Was für ein Tag.« Der Tod schüttelte den Kopf. »Ich habe noch nie so einen anstrengenden Kunden erlebt. Du kannst einem das Leben wirklich zur Hölle machen.«
    Sie lachten wieder.

    (c) 2024, Marco Wittler

  • Captain Ulli Grunz im Reich des Todes – Kapitel 26 – Ich hab geträumt von dir

    TRIGGER WARNUNG / CONTENT NOTE:
    Bitte lies meine Geschichten einmal selbst, bevor du sie deinen Kindern vorliest. Sie sind zu Halloween etwas gruseliger, auch wenn sie lustig enden. Bitte bewerte vorher, ob dein Kind die Geschichten bereits versteht, damit umgehen kann und sich nicht zu sehr gruselt.

    Ich hab geträumt von dir

    Der Tod wirbelte herum, lief der hübschen Dame hinterher und holte sie nach wenigen Metern ein.
    »Oh Mon Amour, Cherie. Isch bin so betört von dir. Lass misch dein Herzblatt sein.«
    Er sah sie an, griff nach ihrer Hand und hauchte ihr einen Kuss darauf. In seinen leeren Augenhöhlen leuchteten zwei verliebte Herzen auf.
    Was hältst du davon, wenn wir ein teuflisches Rendezvous miteinander verbringen? Isch bin mir sischer, dass du noch nie ein Date mit dem Tod himself hattest.«
    Die Schweinedame wurde rot im Gesicht. »Ich bin doch so schüchtern.«, antwortete sie mit einem kleinen, feinen Stimmchen.«
    »Sorg dich nicht. Ich werde dir einen traumhaften Tag bereiten, den du nie vergessen wirst.«
    Nun stöhnte die Dame genervt. Mit unerwartet tiefer Männerstimme wies sie ihren Verehrer zurück. »Lass mal, Alter. Träume sind Schäume. Ich kann gern auf deine Liebesschwüre verzichten. Und jetzt schleich dich, bevor ich ruppig werde.«
    Erschrocken wich der Tod einen Schritt zurück.

    (c) 2024, Marco Wittler

  • Captain Ulli Grunz im Reich des Todes – Kapitel 23 – Wind im Gesicht

    TRIGGER WARNUNG / CONTENT NOTE:
    Bitte lies meine Geschichten einmal selbst, bevor du sie deinen Kindern vorliest. Sie sind zu Halloween etwas gruseliger, auch wenn sie lustig enden. Bitte bewerte vorher, ob dein Kind die Geschichten bereits versteht, damit umgehen kann und sich nicht zu sehr gruselt.

    Kapitel 23 – Wind im Gesicht

    Der Wagen der Achterbahn, in dem sich Ulli Grunz befand, raste auf eine Kurve zu. Dem Captain war der Spaß längst vergangen und hatte einem flauen Gefühl im Magen Platz gemacht.
    »Das schaffe ich niemals. Ich bin viel zu schnell.«
    Er umklammerte den Griff vor sich, senkte seinen Kopf. Es krachte. Schienen barsten. Der Wagen flog aus der Verankerung und brauste einfach weiter.
    Ulli sah wieder auf. »Alter, wie krass ist das denn?« Er wähnte sich bereits auf der sicheren Seite. Wie sollte ihn sein Verfolger jetzt noch einholen? »Nur weg von hier. Überall ist es besser, als in der Hölle.«
    Da erhob sich im Wagen hinter dem Captain der Tod. Er ließ sich den Fahrtwind um die nicht vorhandene Nase wehen. Hätte er welche besessen, er hätte die Augen geschlossen und die wilde Fahrt genossen.
    »Ist das nicht herrlich, Ulli Grunz? So viel Spaß habe ich schon lange nicht mehr gehabt. Warum hat mir eigentlich niemand gesagt, dass Achterbahnen so toll sind?«

  • Captain Ulli Grunz im Reich des Todes – Kapitel 10 – Die lieben Kleinen

    TRIGGER WARNUNG / CONTENT NOTE:
    Bitte lies meine Geschichten einmal selbst, bevor du sie deinen Kindern vorliest. Sie sind zu Halloween etwas gruseliger, auch wenn sie lustig enden. Bitte bewerte vorher, ob dein Kind die Geschichten bereits versteht, damit umgehen kann und sich nicht zu sehr gruselt.

    Kapitel 10 – Die lieben Kleinen

    Lautes Lachen drang aus allen Richtungen an Ullis Ohr. Er sah sich um. Bestimmt zwei Dutzend Ferkel und Frischlinge umringten, schwer bewaffnet mit Papier und Bleistiften. Man sah ihnen die Anstrengung regelrecht an. Sie alle ließen ihre Zungen durch die halb geschlossenen Lippen heraushängen.
    Der Tod beugte sich herab. Ulli konnte seinen Atem spüren. Ein widerlicher Mundgeruch stieg in seine Nase.
    Moment mal. War der Tod nicht auch selbst tot? Warum atmete er dann?
    »Schau genau zu, Ulli Grunz.«, flüsterte der Tod. »Sie sind alle besser als du. Findest du das nicht unangenehm? Ist dir das nicht peinlich? Ich an deiner Stelle würde mich vor Scham im Grabe umdrehen.«
    Ullis Gesicht wurde puterrot. Es schien, als würde Rauch aus seinen Ohren aufsteigen. Langsam drehte er sich zum Tod um, sah ihm tief in die leeren Augenhöhlen.
    »Was. Zur. Hölle. Willst. Du. Von. Mir? Verdammt nochmal!«
    »Jetzt kommen wir der Sache näher.« Der Tod grinste breit.

    (c) 2024, Marco Wittler

  • Captain Ulli Grunz im Reich des Todes – Kapitel 9 – Der Plan

    TRIGGER WARNUNG / CONTENT NOTE:
    Bitte lies meine Geschichten einmal selbst, bevor du sie deinen Kindern vorliest. Sie sind zu Halloween etwas gruseliger, auch wenn sie lustig enden. Bitte bewerte vorher, ob dein Kind die Geschichten bereits versteht, damit umgehen kann und sich nicht zu sehr gruselt.

    Kapitel 9 – Der Plan

    Der kleine Flugdrache brachte Captain Ulli Grunz ein ganzes Stück vom Kakteenkreis fort. Er flog weit über die Grenzen des Waldes hinaus, bis ihm ein hoch aufgetürmtes Gebirge den weiteren Weg versperrte.
    Der Captain landete und setzte sich erstmal auf den mit Kies und Staub bedeckten Boden. Er war fix und alle, brauchte eine Pause.
    »So kann das doch nicht bis in alle Ewigkeit weitergehen.« Er stutzte. War das nicht die Wortwahl des Todes? Hatte er nicht von einer Strafe bis in alle Ewigkeit gesprochen? Vielleicht war die Volkshochschule nur ein Trick gewesen. Vielleicht sollte die Jagd nach ihm die eigentliche Hölle sein.
    »Ich muss mich endlich auf meine Qualitäten und Erfahrungen berufen, die einen Captain der Raumflotte ausmachen. Ich brauche einen Plan.«
    Ulli Grunz zog ein paar Striche und Zeichnungen in den Boden, machte sich Notizen, bis er eine Hand auf seiner Schulter spürte.
    »Nicht gerade der geborene Picasso. Jeder Frischling ist talentierter.«
    Der Tod hatte gefunden.

    (c) 2024, Marco Wittler

  • Captain Ulli Grunz im Reich des Todes – Kapitel 8 – Letzter Ausweg

    TRIGGER WARNUNG / CONTENT NOTE:
    Bitte lies meine Geschichten einmal selbst, bevor du sie deinen Kindern vorliest. Sie sind zu Halloween etwas gruseliger, auch wenn sie lustig enden. Bitte bewerte vorher, ob dein Kind die Geschichten bereits versteht, damit umgehen kann und sich nicht zu sehr gruselt.

    Kapitel 8 – Letzter Ausweg

    Ulli Grunz ließ die Schultern hängen. So hatte er sich das Ende seines Schweinelebens nicht vorgestellt. Es gab keinen Ausweg mehr. Er war gefangen.
    »Wirst du endlich kooperieren?« Der Tod stürmte auf den Captain zu. Hätte sich in seiner dunklen Kapuze kein nackter Knochenschädel befunden, seine Mimik würde grenzenlose Wut zeigen. »Ich habe es satt, dich durch die Hölle zu jagen. Ich habe noch andere Termine. Mein Zeitplan kommt durcheinander. Mein Boss macht mir Feuer unter dem Hintern, wenn ich mich verspäte.«
    Feuer. Drachen. Ullis Blick hellte auf. Es schien, als würde kurz ein Licht in seinen Augen aufblitzen.
    »Ich gebe auf. Habe ich einen letzten Wunsch frei?«
    Der Tod zögerte. »Dein Ernst oder ist das wieder ein schweinischer Trick?«
    »Warum sollte ich tricksen? Du findest mich eh. Bekomme ich einen Kaugummi?«
    Der Tod nickte.
    Ulli atmete auf, packte den Kaustreifen aus dem Papier und faltete daraus einen kleinen Drachen.
    »Reingelegt.« Schon trug ihn der Wind davon.

    (c) 2024, Marco Wittler

  • Captain Ulli Grunz im Reich des Todes – Kapitel 7 – Auf der Flucht

    TRIGGER WARNUNG / CONTENT NOTE:
    Bitte lies meine Geschichten einmal selbst, bevor du sie deinen Kindern vorliest. Sie sind zu Halloween etwas gruseliger, auch wenn sie lustig enden. Bitte bewerte vorher, ob dein Kind die Geschichten bereits versteht, damit umgehen kann und sich nicht zu sehr gruselt.

    Kapitel 7 – Auf der Flucht

    Captain Ulli Grunz rannte um sein Leben. Er empfand seine eigenen Gedanken als seltsam. Laut den Worten des Todes war er bereits verschieden. Er gab sich immer noch der Hoffnung hin, den Weg zurück auf sein Raumschiff ENTERSCHWEIN zu finden.
    Ulli ließ das Schulgelände hinter sich. Ein genaues Ziel hatte er nicht. Je weniger er über eine Richtung nachdachte, desto schlechter würde der Tod ihm folgen können.
    Er erreichte den Stadtrand. So klein hatte er seine Heimat gar nicht mehr in Erinnerung. »Egal. Rein da.«
    Der Captain lief vorbei an Bäumen, die dick wie Gasometer waren und so hoch wie Wolkenkratzer, bis er sich vor einer undurchdringlichen Wand aus stacheligen Kakteen wiederfand. »Schnell zurück. Ich muss einen anderen Weg finden.«
    Aber es war bereits zu spät. Die Kakteen hatten ihn eingeschlossen. Er war gefangen.
    »So schnell sehen wir uns wieder.« Der Tod durchdrang die grüne Wand, als wären sie ein Vorhang. »Ich muss ein ernstes Wörtchen mit dir reden, Ulli Grunz.«

    (c) 2024, Marco Wittler

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner