Autor: Marco

  • Die Dinos und das Boo 11 – Der Seeigel

    Tag 11 – Der Seeigel

    Die kleinen Säuger trauten dem Braten nicht. Sie hatten gehört, dass ein Spinosaurus verschlagen und hinterhältig sei. Ein Edward machte da bestimmt keine Ausnahme. Er war bestimmt noch viel, viel schlimmer.
    Der riesige Edward hatte sich mit einem großen Plumpser gesetzt und streckte Big T seinen schmerzenden Fuß hin. Dort steckte tatsächlich ein Seeigel. Die Wunde hatte sich sogar schon entzündet und war knallrot.
    »Ich werde ihn entfernen.« Big T formte sich zwei feste Schneebälle, um damit den Seeigel zu entfernen, doch der setzte sich zur Wehr.
    »Lässt du wohl die Finger von mir? Mein Meer ist bei der Kälte eingefroren und ich weiß nicht wohin. Wenn ich in diesem Fuß stecken bleibe, bringt mich der Große im Frühling bestimmt wieder zum Wasser.«
    Edward schrie, dass gleich mehrere Bäume vor Schreck umstürzten. »Mach endlich das fiese Ding raus.«
    Big T steckte die Schneebälle auf den Seeigel und zog ihn ab. »Du bleibst bei uns. Wir finden schon einen Platz für dich.«

  • Die Dinos und das Boo 10 – Spinosaurus

    Tag 10 – Spinosaurus

    Laut donnerndes Brüllen war zu hören. Das Echoc verstärkte es noch auch allen Richtungen. Es klang, als würde eine Armee auf die kleinen Dinos und Säuger zukommen. Der Boden erzitterte unter jedem Schritt. Der Jäger musste gewaltig sein.
    Im nahen Wald knickten Bäume wie Grashalme um. Dann stand er da, riss sein riesiges Maul auf und brüllte erneut, dass es in den Ohren schmerzte. Von seinen langen, scharfen Zähnen tropften der Hunger und die Gier herab. Was da vor den viel kleineren Tieren stand, war ein mächtiger, fünfzehn Meter hoher Spinosaurus.
    Big T legte den Kopf schräg. In seinem Kopf ratterten viele kleinen Zahnräder. »Moment mal!« Er grinste. »Onkel Edward? Was machst du denn hier? Warum jagst du die kleinen Tierchen?«
    Erdward blieb stehen, sah seinen Neffen überrascht an. »Ich jage doch gar nicht. Ich habe mir beim letzten Tauchgang einen Seeigel eingetreten. Du kannst dir nicht vorstellen, wie das schmerzt. Aber niemand hilft mir.«

  • Die Dinos und das Boo 09 – Der Jäger

    Tag 9 – Der Angriff

    »Nein!« der Shorty, der kleine Langhals drehte sich immer wieder im Kreis. Er versuchte, die kleinen, pelzigen Biester mit seinem langen Hals und dem langen Schwanz außer Reichweite zu kicken. Aber die Säuger waren schneller wieder da, als gucken konnte.
    »An mir ist gar nichts dran. Ich bin abgemagert und dürr. Schnappt euch lieber jemand anderen.« Verzweifelt versuchte Shorty sich tiefer in den Schnee zu legen.«
    Plötzlich saßen sie auf ihm drauf. Auch Triple, Big T und das Boo hatten sie erwischt. Die Dinos ahnten Schlimmes. Sie spürten, dass sie den Abend nicht mehr erleben würden.
    Und dann geschah … nichts. Keiner der Säuger biss zu oder grub seine scharfen Krallen in die Schuppenhaut der Dinos.
    »Könnt ihr uns helfen?« Boo vernahm ein kleines, vor Verzweiflung zitterndes Stimmchen. »Wir werden verfolgt. Ein riesiger Räuber will uns fressen. Wir wissen nicht, wo wir uns verstecken können.«
    Nur Sekunden später brach der Jäger aus dem nahen Wald heraus.

  • Die Dinos und das Boo 08 – Säuger

    Tag 8 – Säuger

    Mit dem abflachen des Sturms musste die Dinogruppe landen. Sie hatte nicht mehr genug Auftrieb, um sich in der Luft zu halten. Nun musste es wieder zu Fuß weitergehen.
    »Ich bekomme langsam kalte Füße.« Triple, der Stegosaurus, hatte das Boo schon ein paar Mal gefragt, ob es nicht ein paar Schuhe erfinden könnte, doch dafür war einfach nicht genug Zeit. »Das war so eine bescheuerte Idee, im Winter auf Wanderschaft zu gehen.«
    Plötzlich waren da Schatten um die Gruppe herum. Sie flitzten mal hier, mal dorthin und verbargen sich hinter kargen Sträuchern und Felsen.
    Triple blieb zitternd stehen. »Denkt an die Wort von Langhals. Er hat gesagt, dass Säuger überall auf uns lauern. Jetzt ist es so weit. Sie werden uns angreifen und verspeisen.«
    Das Boo kam aus der Luft herab. »Bleibt dicht beieinander. Nur als Gruppe können wir uns verteidigen. Wir dürfen keine Angst zeigen.«
    Und dann kamen dutzende Säuger aus ihren Verstecken und rannten auf die Dinos zu.

  • Die Dinos und das Boo 07 – Schneesturm

    Tag 7 – Schneesturm

    Die Schneeflocken wurden immer dicker. Der Wind, der sie vor sich hertrieb, nahm immer mehr an Stärke zu. Schon bald war ein richtiger Schneesturm entstanden, der der kleinen Dinogruppe immer mehr Probleme bereitete.
    »So kommen wir nicht weiter.« Big T, der kleine Tyrannosaurus Rex, ließ vor Erschöpfung die kleinen Arme hängen. »Ich habe von allen die kräftigsten Beine, bin aber völlig erschöpft. Wir brauchen eine Pause.«
    Das Boo landete neben seinen Gefährten. Mit Flügeln war es irgendwie einfacher, vorwärts zu kommen.
    »Moment mal. Ich habe da eine grandiose Idee. Breitet eure Wärmedecken aus, haltet sie in den Wind. Ihr werdet staunen.«
    Die erschöpften Dinos hatten wenig Lust, auch noch ihren Wärmeschutz zu verlieren, aber sie hatten mittlerweile verstanden, dass das Boo immer gute Ideen hatte. Sie breiteten ihre Decken aus. Der Wind verfing sich darin und sie hoben ab. Schon segelte die Gruppe mit großer Geschwindigkeit über die schneebedeckte Landschaft dahin.

  • Die Dinos und das Boo 06 – Der Aufbruch

    Tag 6 – Der Aufbruch

    Da standen sie mit stolzen Gesichtern nebeneinander vor dem Höhlenausgang. Ein kleiner Langhals, ein junger Tyrannosaurus Rex, der mit seinen kräftigen Beinen eine Schneise durch den Schnee schlagen sollte, ein Stegosaurus für das nötigste Gepäck und den Proviant und natürlich das Boo.
    Langhals wünschte ihnen alles Glück der Welt. »Bleibt nicht im Schnee stecken. Passt auf, dass euch kein Meteorit auf den Kopf fällt und geht diesen Säugetieren aus dem Weg. Es heißt, dass sie mittlerweile auf der ganzen Welt ihr Unwesen treiben. Lasst euch nicht auf sie ein.«
    Die kleinen Dinos nickten. Es wurde Zeit für den Aufbruch. Sie musste Futter und Feuer finden. Sie stapften hinaus in den Schnee.
    »Wartet!« Langhals kam ihnen ein paar Schritte hinterher. »Wir haben euch ein paar wärmende Decken genäht. Die werden euch durch die Kälte helfen.«
    Behutsam legte er jeden Einzelnen ein dickes Stück Stoff auf den Rücken. »Kommt in einem Stück wieder zurück.«

  • Die Dinos und das Boo 05 – Groß und schwer

    Tag 5 – Groß und schwer

    Langhals wusste nicht mehr, wie oft schon den Kopf geschüttelt hatte. Was der kleine Flugdrache vorschlug, war völlig absurd.
    »Nein, das werden wir auf keinen Fall so machen. Das wird nicht funktionieren.«
    Er nahm einen Stock und zeichnete etwas unbeholfen ein paar Dinosaurier in den staubigen Boden. »Ich werde die stärksten und größten Dinos unserer Gruppe aussenden. Sie werden den langen und beschwerlichen Weg auf sich nehmen, um die ganze Gruppe zu retten. So und nicht anders.«
    Das Boo landete auf der Nase des Langhalses und sah ihm tief in die Augen. »Gehen wir raus, raus in den Schnee. Zeig mir, dass ihr Großen das könnt.«
    Langhals wollte ein weiteres Mal den Kopf schütteln, wusste aber auch, dass das nichts brachte. Genervt verließ er mit dem Flugsaurier die Höhle. Seine schweren Beine versanken tief im Schnee. Nach wenigen Schritten kam er nicht mehr weiter.
    Langhals ließ den Kopf sinken und seufzte. »Wir machen es auf deine Weise.«

  • Die Dinos und das Boo 04 – Das Feuer

    Tag 4 – Das Feuer

    »Nein Boo, das geht auf keinen Fall. Wie soll das denn gehen? Das ist viele zu gefährlich.«
    Langhals hatte sich Boos Vorschlag angehört, aber er konnte sich einfach nicht damit anfreunden. »Du willst das Feuer zu uns holen? Wie denn? Es existiert nicht. Es ist ein Mythos, eine Legende. Jeder von uns hat Geschichten darüber gehört, aber keiner hat es je gesehen. Nein, das geht einfach nicht.«
    Das Boo flatterte immer wieder um den Langhalskopf herum. »Es ist doch gar nicht so schwer.« Der kleine Flugsaurier begann erneut zu erklären, was er sich ausgedacht hatte. »Wir müssen nur das Ende der Welt erreichen. Dort sollen die riesigen Feuerberge stehen. Wir bitten ein Feuer, uns zu begleiten. Es wird Wärme in unsere Höhle bringen.«
    »Das löst aber noch immer nicht das Problem, das wir bald alle hungern werden.«
    Boo lachte. »Wir bringen einfach neues Futter mit. Wir werden schon etwas finden.«

  • Die Dinos und das Boo 03 – Der Ernst der Lage

    Tag 3 – Der Ernst der Lage

    Während die kleinen Dinos in einer Ecke spielten, steckten die Großen ihre Köpfe nah der Höhlendecke zusammen. Mit ungewohnt leisen Stimmen tuschelten sie miteinander über die schwierige Situation, in der sie sich befanden.
    »Es sieht nicht gut aus. Die Vorräte gehen zur Neige. In wenigen Tagen werden wir hungern. Wir müssen schmerzliche Entscheidungen treffen.«
    Langhals seufzte leise. Er warf einen Blick zu den Kleinen. »Wenn wir die Herde nicht halbieren, kommt niemand von uns durch den Winter.«
    Ein Schatten legte sich über ihn. Das Boo flatterte auf ihn zu und lachte krachend auf seinem Gesicht. »Es wird niemand fortgeschickt. Das geht nicht. Wir sind eine Herde und helfen uns gegenseitig. Dann wird niemand hungern, frieren oder Schlimmeres erleiden.«
    »Wie sollen wir das machen?« Langhals schüttelte den Kopf. »Wir sind keine warmblütigen Säuger. Wir würden wenige Meter außerhalb der Höhle erstarren.«
    Das Boo grinste. »Ich habe da eine Idee. Vertraut mir.«

  • Die Dinos und das Boo 02 – Ist es immer noch so kalt?

    Tag 2 – Ist es immer noch so kalt?

    »Bleib stehen. Das ist ist zu weit. Ich bin schon fast eingeschneit. Wenn ihr mir noch eine Karotte gebt, sehe ich wie ein Schneesaurier aus.« Das Boo schüttelte sich die Schneeflocken von den Flügeln.
    »Hör auf zu zappeln. Ich muss mich konzentrieren. Du sollst nur die Schneeflocken von meinen Augen fernhalten. Es ist nicht meine Schuld, dass die anderen meine Mütze zertrampelt haben.«
    Langhals streckte den Kopf noch etwas weiter aus der Höhle raus, während der kleine Flugsaurier auf seinem Kopf vor Kälte zitterte. »Hm. Nein. Der Winter ist noch nicht vorbei. Wir werden weiter warten müssen.« Er schüttelte den Kopf und ließ ein leises Grollen aus seinem Hals ertönen. »Wenn nicht bald der Frühling kommt, geht es nicht gut für uns alle aus. Es muss bald etwas geschehen.«
    Auf dem Weg zurück zur Herde warf er noch einen Blick auf die Vorratskammer, in der kaum noch etwas zu finden war.
    »Wir brauchen ein Wunder. Nur das kann uns noch helfen.«

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner