Autor: Marco

  • Die Dinos und das Boo 21 – Wegbegleiter

    Tag 21 – Wegbegleiter

    Das Boo, Big T, Triple, Shorty und Onkel Edward hatten es geschafft, das Feuer zu bändigen. Das hatte ihnen einen so großen Motivationsschub gegeben, dass sie überzeugt waren, alles schaffen zu können. Sie würden genug Nahrung für den Winter finden und sie mitsamt dem Feuer zur Höhle bringen. Sie wussten nur noch nicht genau, wo sie Futter finden sollten.
    »Wartet auf mich! Reist nicht ohne mich weiter. Wir können uns doch bestimmt gegenseitig helfen.« Der TriceraCop kam mit schnellen, donnernden Schritten auf sie zugelaufen. »Ich möchte Teil eurer Gruppe werden. Ich habe Angst, dass ich den Winter allein nicht überlebe. Dafür kann ich euch zeigen, wo es genug Futter gibt. Im großen Wasser gibt es eine Insel, die nah am Ufer liegt. Wir sollten sie über das dicke Eis einfach erreichen können.« Der TriceraCop machte große Augen und sah bittend in die Runde.
    »Wenn du jetzt noch ein Tränchen vergießt, wird das hier filmreif.« Das Boo lachte. »Komm mit uns, Großer.«

  • Die Dinos und das Boo 20 – TriceraCops

    Tag 20 – TriceraCops

    »Was ist denn passiert? Hattest du einen Unfall?«
    Die restliche Dinosauriergruppe hatte mittlerweile aufgeschlossen und sah nun den gernervten Onkel Edward neben den TriceraCop stehen.
    »Es ist alles in Ordnung. Ich war nur viel zu schnell unterwegs. Deswegen bin ich geblitzt worden.«
    Der TriceraCop zeigte mit seinem Stift auf den brennenden Baum. »Ist die Ladung überhaupt richtig gegen unkontrolliertes Verrutschen gesichert? Dieses Gestell sieht sehr klapprig aus. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es eine Zulassung hat. Darf ich mal die allgemeine Betriebserlaubnis sehen?«
    Das Boo kam herbei geflogen und setzte sich auf Edwards Nase. »Wir haben es eilig. Kannst du nicht ein Auge zudrücken? Wie oft kommt hier jemand vorbei, der hätte gefährdet werden können?«
    »Noch nie.«
    »Wir bringen Feuer und Futter in die Schutzhöhle unserer Herde. Wenn wir uns nicht beeilen, wird niemand von uns den Winter überleben. Bitte.«
    Der TriceraCop seufzte und nickte. »Geht einfach weiter.«

  • Die Dinos und das Boo 19 – Tempo machen

    Tag 19 – Tempo machen

    »Verdammt! Ist das heiß!«
    Das Feuer machte Onkel Edward Angst. Er konnte die Hitze nicht spüren, sich aber sehr gut an sie erinnern. Das machte ihm Angst.
    »Wir müssen uns beeilen. Ich weiß nicht, wie lange ich das aushalte. Ich will nicht, dass mich das Feuer verbrennt.«
    Der Spinosaurus ließ den Rest der Gruppe weit hinter sich, so schnell lief er vom Berg herab.
    Plötzlich fuhr ein Blitz vom Himmel. »Halt! Stehenbleiben!«
    Erschrocken hielt Edward inne. »Wie? Was?«
    Aus einer Baumgruppe trat ein Dino mit drei Hörnern hervor. Auf seiner Brust prangte eine goldene Marke, die sofort für Respekt sorgte. »Da war wohl jemand viel zu schnell unterwegs.«
    Edward seufzte. »War ja klar, dass mich einer von den TriceraCops erwischt.«
    »Auf diesem Berg gilt ein Tempolimit. Die Gefahr eines Unfalls ist einfach zu groß. Das gibt ein saftiges Ticket.« Er holte einen Block aus der Tasche und begann zu schreiben. »Wo soll es denn hingehen?«
    »Wir retten unsere Herde vor dem Winter.«

  • Die Dinos und das Boo 18 – Im Krater

    Tag 18 – Im Krater

    »Da ist das Feuer.« Die Dinos sahen ehrfürchtig in das Innere des Feuerbergs, in dem es brodelte und immer wieder Gasblasen zerplatzten. Onkel Edward nahm einen Baum aus dem Gepäck und ließ ihn mit einer Liane langsam hinab gleiten.
    »Wir sollten hier so wenig Zeit wie möglich verbringen. Es ist gefährlich. Wir entzünden den Baum verschwinden wieder von hier.«
    Es dauerte nur Sekunden, bis die ersten Äste brannten. Mit einem Gestell aus weiteren dicken Ästen befestigten sie nun das Feuer auf dem Rücken des großen Spinosaurus, der sofort ein ungutes Gefühl bekam. Die Erinnerungen an sein erstes Zusammentreffen mit dem Feuer waren noch immer präsent.
    »Lasst uns aufbrechen. Man wird uns in der Höhle sehnsüchtig erwarten. Wir müssen auch noch eine Nahrungsquelle finden, damit wir uns füt die nächsten Monate versorgen können.«
    Das Boo hatte sich den Weg gut eingeprägt und führte die kleine Gruppe an. Edward folgte ihm, während die anderen die Nachhut bildeten.

  • Die Dinos und das Boo 17 – Stegosaurus

    Tag 17 – Stegosaurus

    Der Stegosaurus kam näher. »Was seid ihr denn für ein armseliger Haufen? Schaut euch doch mal an. In alte Lumpen habt ihr euch gehüllt. Ihr habt null Ahnung, was hip ist. Schaut euch doch mal meine Rückenplatten an. Karo-Look. Das trägt man heute so. Ich würde mir auch einen Bart wachsen lassen, wenn da nicht immer der ganze Milchschaum drin hängen bleiben würde. Man kann nicht alles haben.« Er wandte sich theatralisch ab. »Ich glaube, ich brauche jetzt einen Latte Macchiato gegen diesen Kulturschock.«
    »Wir müssen zum Berg hinauf.« Das Boo wagte sich zögerlich vor. Dieser Dinosaurier hatte ihm mit seinem seltsamen Verhalten gehörig Respekt eingeflößt. »Wir wollen das Feuer bändigen und mit uns nehmen. Lässt du uns bitte passieren?«
    Der Stegosaurus stöhnte genervt. »Was hätte ich denn davon, wenn ich meine wertvolle Zeit mit euch verschwenden würde. Ich habe wichtige Dinge zu erledigen. Nun geht schon.«
    Das Boo nickte seinen Gefährten zu. Es konnte weitergehen.

  • Die Dinos und das Boo 16 – Der Feuerberg

    Tag 16 – Der Feuerberg

    Nach mehreren Tagen und Nächten stand die wild zusammengewürfelte Gruppe am Fuß des Feuerbergs. An seinem Gipfel konnte man rotes Licht glimmen sehen.
    »Gehen wir rauf?« Das Boo sah entschlossen seine Gefährten an, denen die Angst in die Gesichter geschrieben stand. Nach und nach schluckten sie alle schwer und nickten. Zuerst Shorty, dann Big T und Triple.
    »Dann ist es beschlossene Sache.« Onkel Edward ging voran. Nach wenigen Minuten trat ihnen aber ein großer Stegosaurus in den Weg. Seine Rückenplatten sahen sehr gefährlich aus.
    »Oh nein.« Onkel Edward schüttelte den Kopf und seufzte. »Der hat uns gerade noch gefehlt. Ich kann diese Hipster mit ihrem Rückenschmuck nicht leiden. Die fühlen sich immer als was Besseres. Wahrscheinlich wärmt er gerade seine Hände an einem Kaffee, den er hier anbaut.«
    »Das ist eine unverschämte Unterstellung. Ich habe keinen Kaffee.« Der Stegosaurus ging auf die anderen Dinos zu. »Ich hab ihn schon ausgetrunken.«

  • Die Dinos und das Boo 15 – Ein neuer Plan muss her

    Tag 15 – Ein neuer Plan muss her

    Das Boo blickte den Spinosaurus mit großen Augen an. »Das Feuer lebt gar nicht? Aber wie sollen wir es denn dann bitten, mit in unsere Höhle zu kommen? Es kann uns nicht von allein begleiten.« Es schniefte und wischte sich eine Träne aus dem Auge. »Dann ist unsere ganze Mission völlig umsonst? Wir werden ohne Wärme und Nahrung zurückkehren?«
    Onkel Edward lachte. »Nein. Wir werden das Feuer finden und mit nach Hause bringen. Wir brauchen nur etwas Brennbares. Ein großes Stück Holz sollte dafür reichen.«
    Der Spinosaurus sah sich um, ging auf zwei große Nadelbäume zu und fällte sie mit einem Hieb seines mächtigen Schwanzes. »Die nehmen wir mit. Dann klappt das auch mit dem Feuer. Der eine wird das Feuer während unserer Reise aufrecht erhalten, der zweite kommt mit in die Höhle.«
    Das Boo nickte. »Das ist eine gute Idee. So werden wir es machen. Wir bauen aus dem Baum eine Feuerfalle. Darin werden wir es gefangenhalten, bis wir zurück sind.«

  • Die Dinos und das Boo 14 – Von Angesicht zu Angesicht

    Tag 14 – Von Angesicht zu Angesicht

    Edward war schockiert. Dieses Feuer war anscheinend brandgefährlich. »Was willst du von mir? Willst du mich fressen?« Das Feuer gab keine Antwort.
    Edward kroch weiter zum Kraterrand hinauf, rutschte aber immer wieder ab.
    »Lass mich los, du Monster.« Doch das Feuer regte sich gar nicht. Es lag wie ein heißer, glühender See in der Tiefe.
    Edward beruhigte und setzte sich. Er musste sich erholen, um sich aus dem Krater befreien zu können.
    »Bist du ein Teil der Sonne oder ein gefallener Stern? Bist du vielleicht verletzt oder musst du dich vor jemandem verstecken?« Das Feuer gab keine Antwort.
    Vorsichtig kroch Edward näher. Immer wieder sprach er es an, warf Steine hinein und stach mit einem Stock hinein. Es gab keine Reaktion. »Du trägst wohl kein Leben in dir.« Nun wirkte das Feuer nicht mehr so bösartig. Gefährlich blieb es trotzdem.
    Edward kletterte aus dem Feuerberg und verschwand von diesem Ort.

  • Die Dinos und das Boo 13 – Eine Begegnung mit dem Feuer

    Tag 13 – Eine Begegnung mit dem Feuer

    Vor vielen Jahren war Edward noch ein junger, neugieriger Spinosaurus. Er hatte viele Wanderungen unternommen, so manch Abenteuer erlebt und gegen viele große Gegner gekämpft.
    Eines Tages war er auf einen hohen, leuchtenden Berg gestiegen und war überwältigt von der Aussicht, die in jeder Richtung bis zu den Enden der Welt ging. Doch das war nichts gegen das warme, rötliche Licht, das aus dem Inneren des Berges hinauf schwappte.
    »Bei allem, was mir heilig ist.« Ehrfürchtig stieg Edward langsam in den Krater hinab. »Ist das eine zweite, abgestürzte Sonne oder ein gefallener Stern?«
    Edward ging immer näher und rutschte plötzlich auf lockerem Geröll ab. Er versuchte, seine Krallen in den Boden zu schlagen, konnte sich aber erst halten, als sein Schwanz im der heißen Glut hing. Er schrie und kroch in Panik aus dem Krater.
    »Das muss das mystische Feuer sein, von dem alle immer reden.«

  • Die Dinos und das Boo 12 – Neue Freunde

    Tag 12 – Neue Freunde

    Die Reise ging weiter. Das Zusammentreffen mit den kleinen Säugern hatte sich als großer Glücksfall entpuppt. Im Gegensatz zu den Dinosauriern, waren sie Warmblüter. Sie hatten es sich unter den Decken gemütlich gemacht und konnten so ihre Wärme mit ihren neuen Freunden teilen. Dafür genossen sie den Schutz der Gruppe. Onkel Edward war nämlich so riesig, dass sich kein gefährlicher Räuber in ihre Nähe wagte. Selbst der kleine Seeigel, der sich in dessen Fuß befunden hatte, war in einem Beutel Wasser untergebracht worden und freute sich schon, eines Tages das Meer wiedersehen zu können.
    »Hast du dir eigentlich Gedanken gemacht, wie du das Feuer nach Hause bringen möchtest?« Der Spinosaurus Edward sah das Boo neugierig an.
    »Ähm, nein. Ich dachte mir, wir fragen es einfach, ob es uns begleiten möchte. Ich hoffe, dass es freundlich zu uns ist und Mitleid haben wird.«
    Edward lachte. »Das Feuer ist kein Wesen, du kannst es nicht bitten.«
    Und dann begann er zu erzählen.

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner