Am Grunde

Auf des Sees dunklem Grunde
lieg ich und bekunde,
dass ich einst gestorben bin.
In. Eine, Blut war zu viel Gin.
Mit zu viel Gin in meinem Blute,
lief ich im Dunkeln eine Seenroute.
Ich stolperte, brach mir ein Bein.
Heil nach Hause kommen, sollte wohl nicht sein.

Weiterkriechen fiel mir äußerst schwer,
hoffte trotzdem auf Heimkehr.
Der Alkohol in meinen Adern,
ließ mich mit mir selber hadern.
Ich wusste nicht, wo lang es ging,
weinte jämmerlich wie ein Schwächling.
Statt aufzustehen, rutschte ich ab,
hinein in mein nasses Grab.

Nun lieg ich hier und grübel.
Was mir geschah, ist gar nicht so übel.
Es ist zwar nass, aber gemütlich.
Über mir schwimmt auch mal ein Kranich.
Ein Fischschwarm knabbert an meinen
Armen und auch Beinen.
Dazu gesellt sich auch ein Aal.
Was soll‘s. Ich bin tot. Ist mir egal.

(c) 2021, Marco Wittler

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